Kinderkampagne 2012
Helfen Sie Kindern in Not in den ärmsten Ländern Europas
Was Straßenkindern häufig am meisten fehlt, ist jemand, der für sie da ist, wie folgendes Beispiel aus Rumänien zeigt:
"Flavia ist unsere Jüngste - sie geht noch in den Kindergarten, ihr Bruder besucht die erste und ihre Schwester die dritte Klasse", deutet Sanda Korom, Leiterin des Straßenkinder-zentrums in Bosca, auf das kleine Mädchen, das ihr Bein umklammert hält. "Mir wurde erzählt, dass auf dem alten Bahnhof drei kleine, sehr schmutzige Kinder herumlungern. Ich bin losgegangen und habe sie gefunden. Sie waren in einem bedauerlichen Zustand, halbverhungert und krank. Ein Arzt, der unsere Kinder kostenlos betreut, hat sich sofort um sie gekümmert und ich habe mich auf die Suche nach den Eltern gemacht. Die Mutter konnte ich nach einigen Tagen ausfindig machen. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so verzweifelt war. Sie hat die Kinder am Bahnhof gelassen, weil sie sie nicht ernähren konnte, sie ist selber krank. Wir haben uns auch um die Mutter gekümmert. Jetzt kommen die Kinder jeden Tag in die Tagesstätte, verbringen den Tag bei uns und in der Schule und abends nehmen sie etwas zu essen mit heim für ihre Mutter."
Sanda Korom, eine ehemalige Gymnasiallehrerin, ist die Initiatorin der Kindertagesstätte "Wiedergefundene Hoffnung" in Bocsa, Rumänien. Seit Jahren kümmert sie sich mit drei MitarbeiterInnen um über 90 Kinder wie Flavia. Jahrelang hat Sanda selbst nachts die Tagesstätte nicht verlassen, damit die Kinder in Krisensituationen auch nachts noch einen Unterschlupf finden konnten. Das Essen für die 90 Kinder wird in einer winzigen Küche zubereitet, gegessen wird in zwei Gruppen, so dass jeder einen Platz am Tisch hat. " Es ist klein hier" sagt Sanda, "und alle müssen mithelfen. Sonst geht es nicht. Aber vielleicht ist es gerade das gemeinsame Mithelfen, das die Kinder so zusammenhält."
Die Großen müssen den Kleinen helfen, jeder hat eine Aufgabe. Die Großen, das sind Kinder wie Ioan, der mittlerweile das Gymnasium in der nächsten großen Stadt Resita besucht. Unter der Woche lebt er im Internat, aber am Wochenende müssen die SchülerInnen heim zu ihren Familien. Ioan hat kein Zuhause: die Tagesstätte und Sanda sind sein Daheim. Hier ist er nach dem Tod seiner Mutter aufgewachsen, seit er sieben Jahre alt war. So kehrt er am Wochenende und in den Ferien ins Zentrum zurück. " Er ist ein guter Schüler", berichtet Sanda stolz. "Er ist ehrgeizig, er wird es schaffen. Das hoffe ich sehr."
"Wir leben hier in und auch von der Hoffnung, dass unseren Kindern der Start ins Leben gelingt" berichtet Sr. Katharina Pinzhoffer cps. Die Wernberger Schwester, die in Rumänien lebt, unterstützt das Kinderzentrum vor Ort. "Ohne Sanda ginge es nicht! Sie kann für die Kinder wahrlich Wunder wirken".
Ein weiteres wichtiges Projekt der Caritas Kärnten ist die Errichtung eines Kindergartens in Albanien.
Sie können in das Leben von notleidenden Kindern ein wenig Freude und Zukunft bringen. Ob in Albanien, Weißrussland, der Ukraine, in der Republik Moldau oder eben in Rumänien: Überall auf der Welt gibt es Kinder, die völlig auf sich allein gestellt sind, überall müssen Kinder in entsetzlichen Verhältnissen leben.
Sie können diesen Kindern das geben, was sie jetzt am Dringendsten brauchen: Ein Platz in einem Waisenhaus, liebevolle Betreuung in einem Straßenkinderzentrum, ausreichend zu essen: Mit einer Spende von 50,- Euro ermöglichen Sie einem Kind einen Monat lang den Besuch einer Tagesstätte.
Nächstenliebe beginnt ganz leise. Und das sind die ersten Schritte, damit diese Kinder wieder Kraft und Hoffnung schöpfen können.

