Ausbildungsschwerpunkte
1. Selbsterfahrung
Bereitschaft zur Selbsterfahrung und kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Werthaltungen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Beratungsarbeit. In den Seminaren geschieht eine intensive Auseinandersetzung mit der momentanen Lebenssituation, der Lebensgeschichte und den Zukunftsperspektiven der Studierenden. Sie erfahren ihre Stärken und Begabungen, aber auch ihre Grenzen, wenden sich ihren Ängsten und Konflikten zu und entdecken Wege zu Veränderung und persönlicher Reifung.
2. Wissensvermittlung
Berater und Beraterinnen werden mit unterschiedlichsten Fragestellungen und Problemen konfrontiert. Deshalb benötigen sie, neben methodischen Kenntnissen für die verschiedenen Beratungssituationen und psychologischer Fachkenntnis, auch medizinische und juristische Grundkenntnisse und müssen sich drüber hinaus mit philosophischen, soziologischen und religiösen Fragen auseinandersetzen. Sie sollen die Sozialeinrichtungen des Landes, ihre Aufgaben und Möglichkeiten kennen.
Dieses Wissen wird im Eigenstudium angeeignet und in Seminaren durch Fachlehrerinnen und –lehrer vermittelt und vertieft.
3. Beratungsmethodik und Einführung in die praktische Tätigkeit
Zunächst wird methodisches Arbeiten in der Auseinandersetzung mit persönlichen Themen und Konflikten erlernt.
Im weiteren Verlauf werden Strategien für verschiedene Beratungssituationen entwickelt und geübt, wobei besonders auch auf Fragestellungen eingegangen wird, die sich aus dem Berufsalltag der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ergeben.
Im Verlauf des zweiten Ausbildungsjahres wird mit einem Praktikum an einer Beratungsstelle oder einer entsprechenden sozialen Einrichtung begonnen und dokumentierte Beratungsgespräche unter Supervision geführt.


