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Caritas- Projekt gegen Menschenhandel
„Weil die Caritas sich überall dort einsetzt, wo Menschen in Not sind, werden wir nun auch ganz konkret gegen Menschenhandel tätig.“
Donnerstag, 29. Okt 2009
Die Caritas Kärnten setzt sich gegen Menschenhandel ein. Und das ganz konkret mit Schaffung eine eigenen Anlaufstelle: „Obwohl viele in Kärnten wissen, dass Menschen als Ware gehandelt werden, gibt es kaum Widerstand dagegen. Weil die Caritas sich überall dort einsetzt, wo Menschen in Not sind, werden wir nun mit dem Projekt „Caritas Kärnten gegen Menschenhandel“ tätig“, sagte Caritas-Direktor Dr. Viktor Omelko anlässlich der Vorstellung der neuen Projektverantwortlichen am 29. Oktober in der Direktion der Caritas.

Ab 2. November ist Sr. MMag. Silke Mallmann Verantwortliche für das Projekt „Caritas Kärnten gegen Menschenhandel“. Die studierte Pädagogin und Psychologin, die seit 1988 der Kongregation der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut angehört, war bereits als Beraterin für karitative Organisationen tätig. „Die neue Aufgabe ist eine große Herausforderung, denn wir wissen nicht, wie sich dieses Projekt entwickeln wird. Es ist schwer, an die Klienten heranzukommen, viele haben gar keine Chance, sich an Hilfsorganisationen zu wenden, viele leben eingesperrt wie Sklaven“, sagte Sr. Silke Mallmann. „Das Thema hat sehr viel mit Gewalt, Ausbeutung und Ungerechtigkeit zu tun. Ein wichtiges Thema also für die Kirche, weil der Schutz der Würde des Menschen ein zutiefst christliches Anliegen ist.“
Um das Projekt Menschenhandel bei der Caritas Kärnten voranzubringen, ist zunächst Grundlagenarbeit nötig: „Wir müssen das Problem erst einmal offensiv bekannt machen“, sagte Omelko. „Dann müssen wir dazu beitragen, dass ein sich ein breiter Widerstand gegen den Menschenhandel entwickelt. Und schließlich wollen wir den Opfern individuell beistehen und ihnen konkret helfen aus der Versklavung hinauszufinden.“
Das Projekt „Caritas Kärnten gegen Menschenhandel“ wurde zwei Jahre lang vorbereitet. Studenten der Fachhochschule Villach haben im Auftrag der Caritas Kärnten unter der Leitung von Frau Professor Bauer ein Hilfsmaßnahmenkonzept entwickelt. „Wir waren selbst überrascht, wie dringend notwendig diese Aufklärungsarbeit in Sachen Menschenhandel ist. Eine Befragung unserer Studierenden in der Bevölkerung hat ergeben, dass kaum jemand von dem Problem weiß, geschweige denn, wie sehr auch Kärnten vom Menschenhandel betroffen ist.“ Vier Studierende sind an diesem Projekt beteiligt, die Arbeit wird fortgesetzt.
Die Opfer des Menschenhandels kommen meist aus wirtschaftlich schwachen Ländern. Die Caritas Kärnten ist als Ansprechpartner für Menschen in Not sensibilisiert und will deshalb auch für Opfer von Menschenhandel Fürsprecher sein. Die Caritas Kärnten verfügt bereits über eine funktionierende Infrastruktur, die auch für das Projekt Menschenhandel genutzt werden kann: So existiert beispielsweise ein dichtes Netzwerk an Beratungsstellen, es sind eigene Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden, die für die Erstversorgung der Opfer genutzt werden können und bei der Caritas Kärnten sind Mitarbeiter beschäftigt, die die Opfer auch muttersprachlich betreuen können.
Kontakt:
Sr. MMag. Silke Mallmann
Sandwirtgasse 1
9010 Klagenfurt
Tel.: 0463/ 55 5 60 -36
Mobil: 0676/877 27 062
Fax: 0463/ 55 5 60 -30
Email: sr.smallmann@caritas-kaernten.at





