Vorgeschichte
Von Anfang an haben christliche Gemeinden den Auftrag, die leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit zu üben, ernst genommen. Somit haben sowohl spontane, persönliche Hilfe als auch organisierte Caritas in unserem Land jahrhundertelange Tradition. Viele kirchliche soziale Werke waren lange Zeit die einzig vorhandenen. Es gab zahlreiche Stiftungen für Arme und Kranke. Hospitäler stellten wichtige Einrichtungen dar. Insbesondere aber waren Klöster (Elisabethinen, Kreuzschwestern) mit ihren Apotheken und Hospizen intensiv tätig. Auch ambulante Hauskrankenpflege war selbstverständlich. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind caritative Vereine (z. B. Vinzenz-, Elisabethen-, Bonifatiusverein) auf vielen Gebieten des Sozial- und Gesundheitswesens aktiv und leisteten wichtige Vorarbeit für gesetzliche Regelungen und Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft.


