Häufig gestellte Fragen

 

Wem hilft die Caritas?
Die Caritas hilft Menschen in Notsituationen, etwa bei Armut, Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit - und zwar ungeachtet von Geschlecht, Herkunft, religiöser Zugehörigkeit etc. CaritasmitarbeiterInnen haben durch den täglichen Umgang mit den Betroffenen große Erfahrung und überlegen genau, was den Hilfesuchenden auf Dauer nützt.
Neben der Nothilfe bietet die Caritas aber auch unterschiedlichste Dienstleistungen an, die, je nach Bereich, von der öffentlichen Hand zur Gänze oder zum Teil finanziert sein können. Das Angebot reicht von der Alten- und Familienhilfe über Kindertageseinrichtungen bis zur Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderungen.

Wie kann ich sicher sein, dass meine Spende auch ankommt?
Ihr Geld kommt an! Das ist gar keine Frage. Caritasarbeit kann man sehen und anfassen. Die Hospizbegleitung, Beratungsstellen, die Katastrophenhilfe und alle anderen sozialen Angebote der Caritas sind konkrete, sichtbare Hilfe.
Sie können Ihre Spende einem bestimmten Zweck/Projekt widmen, indem sie bei Ihrer Einzahlung vermerken, wofür die Caritas Ihre Spende verwenden soll. Ungewidmete Spenden setzt die Caritas dort ein, wo Hilfe gerade am nötigsten gebraucht wird.

Spenden steuerlich absetzen - Wie geht das?
Endlich ist es so weit. Auch in Österreich sind Spenden ab heuer steuerlich absetzbar. Wenn Sie in den Genuss dieser Steuererleichterung kommen wollen, sammeln Sie bitte Ihre Einzahlungsbelege (Zahlscheine, Abbuchungsaufträge, Kontoauszüge mit Überweisungsaufträgen, etc.). Bei Barspenden, etwa bei der Caritas-Haussammlung, erhalten Sie von uns eine Spendenbestätigung. Den Gesamtbetrag Ihrer Spenden können Sie in Ihrem Jahresausgleich geltend machen. Obergrenze sind 10% Ihres Jahresbrutto-Einkommens. Das heißt,  wenn Sie beispielsweise 20.000 Euro jährlich verdienen, können Sie bis zu 2.000 Euro an Spenden geltend machen. Die Formulare für Ihren Jahresausgleich erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.

Wer kontrolliert die Caritas?
Transparenz ist uns wichtig. U.a. informieren wir mit einem Jahresbericht über die Verwendung der Spendenmittel.
Die Buchhaltungen der Caritasorganisationen in Österreich sind zudem folgenden Kontrollen unterworfen:
1. Das Finanz- und Rechnungswesen wird von organisationsinternen bzw. kirchlichen Prüfstellen kontrolliert.
2. Die Bücher werden von beeideten externen Wirtschaftstreuhändern geprüft.
3. Öffentliche Mittel, die von der Caritas verwendet wurden, unterliegen der Kontrolle der öffentlichen Hand.

Kann ich mir bei der Caritas ein Patenschafts-Kind aussuchen?
Nein, die Caritas bietet keine Direktpatenschaften an. Denn unsere Erfahrung ist es, dass dann einige (hübsche) Kinder viele Paten, andere gar keine Paten bekommen. Wir wollen aber allen Kindern eine Chance geben und deshalb werden die Spenden für alle Kinder gleichermaßen verwendet. Projekte und weitere Informationen zu den Caritas Kinderpatenschaften finden Sie unter www.patenschaften.at

Wie viel Geld wird für die Verwaltung verwendet?
Wer ordentlich und solide helfen will, muss Verwaltungsarbeit leisten. Eine korrekte Buchhaltung ist für jeden Kaufmann notwendig und um so mehr für die Caritas, die ja auch mit Spendengeldern arbeitet. Dabei ist die Caritas bemüht, möglichst kostengünstig zu arbeiten und Personal und Materialressourcen effizient einzusetzen. Die Verwaltungsspesen belaufen sich je nach Projekt zwischen 4 und 12%, im Durchschnitt aber bei  - verglichen mit anderen Organisationen - sehr niedrigen 7,5 %.

Verschwendet die Caritas viel Geld für Werbung?
So sparsam wie möglich: Die dichte Werbung um Spenden ist nur möglich, wenn die Werbewirtschaft die Caritasappelle gratis veröffentlicht. Die Caritas muss zum Beispiel für ihre Werbekampagnen nur das Material produzieren (davon wird ein Großteil durch Sponsoren abgedeckt), aber keine teuren Einschaltgebühren zahlen.

Es gibt so viele Aufrufe und Bettelbriefe - man weiß ja nicht mehr, wem man spenden soll - und - ich kann nicht immer spenden!
Spenden ist geben und Anteil nehmen, es ist ein direkter Ausdruck der Verbundenheit mit Menschen, denen es schlechter geht. Spenden ist auch Vertrauenssache. Jede Spenderin, jeder Spender braucht Vertrauen in die Organisation, der sie oder er Geld gibt. Wir freuen uns, dass viele Menschen der Caritas dieses Vertrauen schenken. Kompetenz und Transparenz im Umgang mit Spenden ist uns oberstes Gebot.

Wozu Caritas, wenn es den Sozialstaat gibt?
Der Sozialstaat weist aufgrund sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Entwicklungen immer mehr Lücken auf. Es zeigt sich, dass unser soziales Sicherungssystem nicht oder viel zu langsam auf gesellschaftlichen Wandel reagiert. So erzeugt zum Beispiel die Zunahme von atypischen Beschäftigungsverhältnissen eine neue Armut. Ein geringeres Einkommen schlägt sich dann in der Folge auch in niedrigeren Sozialleistungen bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder in der Pension nieder. Dazu kommen geänderte Familienstrukturen - so sind gerade Alleinerziehende einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. Weitere Faktoren, die Menschen trotz Sozialstaat in die Armut treiben: Arbeitslosigkeit, steigende Energie- und Mietkosten.

Wie kann ich bei der Caritas mithelfen?
Bei der Caritas in Kärnten gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Von der Begleitung Hilfsbedürftiger über den Einsatz besonderer Qualifikationen bis zu handwerklichen Tätigkeiten reicht die Palette der Einsatzmöglichkeiten. Es gibt viele Wege, zur Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizutragen.

Ich möchte vor Ort im Katastrophengebiet helfen. An wen kann ich mich wenden?
Die Caritas verfügt über ein internationales Netzwerk an Partnerorganisationen weltweit und kann daher meist auf lokale Fachkräfte und Personal zurückgreifen. Österreichisches Personal wird von der Caritas Österreich in der Regel nur entsandt, wenn es sich um Fachkräfte (Wassertechniker…) handelt, deren Qualifikationen vor Ort gerade gebraucht werden.

Woher weiß ich, ob meine Spende dem richtigen Zweck zukommt?
Jede Spende kommt ihrem Zweck zu. Caritas-Arbeit heißt nicht, dass Geld einfach weitergegeben wird. Wenn materielle (z.B. Kleiderspenden) oder finanzielle Unterstützung von der Caritas geleistet wird, dann nur punktuell und zur Überbrückung der akuten Notlage. Ob jemand Anspruch auf diese Hilfe hat, wird anhand der Einkommens- und Ausgabensituation genau geprüft. Prinzipiell leistet die Caritas in erster Linie "Hilfe zur Selbsthilfe". Gemeinsam mit den KlientInnen werden langfristige Perspektiven entwickelt, um ihnen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Dazu wird die Eigenverantwortung und -initiative der Menschen eingefordert.

Kann meine Spende wirklich etwas bewegen?
Jede Spende kann viel bewirken, wie folgende Beispiele zeigen:

€ 5
- Waschpulver für eine Familie für einen Monat
- Grundausstattung mit Hygieneartikeln für 1 Person für einen Monat


€ 7
- Schuljause für ein Kind für eine Woche

€ 10
- 1 Monat Mittagessen in einer Obdachlosenausspeisung
- 1 Packung Babynahrung

€ 20
- Lebensmittel für eine Person für eine Woche

€ 50
- Zuschuss für einen Ofen, einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine

€ 100
- Babystartpaket (Windeln, Kleidung, Decken)

Wem kommen die Sachspenden zugute?
Die Verteilung von Sachspenden ist eine Form sinnvoller Hilfe, die in enger Zusammenarbeit mit der Sozialhilfe der Caritas geleistet wird. Sachspenden werden kostenlos an bedürftige Personen im Inland ausgegeben. Darüber hinaus verwendet die Caritas Ihre gespendete Ware, um Menschen in Not im nahen Ausland zu helfen. Transporte von Hilfsgütern von Österreich in weit entfernte Katastrophengebiete werden nur durchgeführt, wenn vor Ort keine Möglichkeit des Einkaufs gegeben ist. Besonders gut erhaltene Waren werden in den CARLAs (Caritas-Läden) verkauft - der Erlös kommt wiederum hilfsbedürftigen Menschen zugute.

Warum hilft die Caritas so viel im Ausland?
Die Caritas hilft mehr im Inland als im Ausland. Einen Großteil aller Aktivitäten und Dienstleistungen erbringt die Caritas für Menschen in Kärnten. Wofür Spenden verwendet werden, bestimmt nicht die Caritas, sondern der Spender. Jede einzelne Spende wird zu 100 % entsprechend seiner Widmung behandelt.  Richtig ist aber, dass wir aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus allen Menschen helfen. Ob sie Inländer oder Ausländer sind oder welche Hautfarbe sie haben, spielt keine Rolle.

Stimmt es, dass die Caritas Flüchtlinge ins Land holt?
Die Caritas holt keine Flüchtlinge ins Land, sondern setzt sich dafür ein, dass AsylwerberInnen, die bereits in Österreich sind, entsprechend der Menschenrechte behandelt werden. Nicht jeder hat ein Recht auf Asyl, aber jeder hat ein Recht auf ein faires, rechtsstaatliches und den Menschenrechten entsprechendes Asylverfahren. Die Asylverfahren können heute immer noch Jahre dauern. Die Caritas setzt sich daher für rasche und professionelle Verfahren ein, um schnell und genau zu klären, wer Asyl bekommt, und wer Österreich wieder verlassen muss. Die Caritas hilft auch bedürftigen, rückkehrwilligen Flüchtlingen sehr erfolgreich bei der Rückkehr in die Heimatländer. Außerdem hilft die Caritas Menschen in Not in ihren Heimatländern vor Ort, damit sie ihre Heimat nicht verlassen müssen.

Gibt die Caritas für Flüchtlinge wirklich so viel Geld aus?
Der Staat Österreich hat sich durch die Unterzeichnung der Genfer Konvention über Flüchtlinge (1955) dazu verpflichtet, asylsuchenden Personen ein faires Verfahren zur Klärung der Asylgründe zu ermöglichen und während der Dauer des Verfahrens für die Deckung der existentiellen Grundbedürfnisse zu sorgen. Die mit 1.5.2004 in Kraft getretene Grundversorgungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern sieht verschiedene Leistungen für hilfs- und schutzbedürftige AsylwerberInnen und Fremde vor. Schwerpunkte der Leistungen bilden die Verpflegung, Unterbringung und eine Krankenversicherung. In Kärnten obliegt die Grundversorgung nicht Sozialorganisationen wie der Caritas, sondern dem Land selbst.

Werden Caritas-Spenden für die Flüchtlings- und MigrantInnenhilfe verwendet?
Wofür Spenden verwendet werden, bestimmt nicht die Caritas, sondern entscheiden die SpenderInnen selbst. Jede einzelne Spende wird ausschließlich entsprechend ihrer Widmung verwendet. Die Caritas wird von einem unabhängigen, externen Wirtschaftsprüfer genauestens geprüft. Allgemeine Spenden ohne konkrete Widmung werden in jenen sozialen Arbeitsfeldern eingesetzt, in denen sie am dringendsten gebraucht werden.

Benötigt werden Spenden im Bereich der Flüchtlings- und MigrantInnenarbeit in erster Linie für die Hilfe für Menschen, die sich in einer akuten Notlage befinden. Ihnen wird nach genauer Überprüfung ihrer Lage eine punktuelle finanzielle Überbrückungshilfe gewährt. Weiters werden Spenden für Integrationsprojekte verwendet.

Wie ist die Zuwanderung in Österreich geregelt?
Die Möglichkeiten der legalen Zuwanderung nach Österreich sind extrem begrenzt und beschränken sich hauptsächlich auf den Familiennachzug und auf so genannte "Schlüsselkräfte". Die legale Zuwanderung nach Österreich ist nach Quoten geregelt. Für die Erteilung eines erstmaligen Aufenthaltstitels sind ab 01.01.2006 folgende Voraussetzungen zu erfüllen (§§ 11 ff NAG):

- Nachweis eines Rechtsanspruchs auf eine ortsübliche Unterkunft (Mietvertrag).
- Nachweis einer Krankenversicherung.
- Nachweis eines ausreichenden Einkommens (bzw. Unterhalts)
- Eingehen der Integrationsvereinbarung.

In der Praxis ist der Nachweis eines ausreichenden Einkommens besonders problematisch. Es wird verlangt, dass Alleinstehende bzw. volljährige Personen mindestens Euro 726,-, Ehepaare Euro 1.091,- sowie pro minderjährigem Kind zusätzlich Euro 76,- an verfügbarem Einkommen nachweisen müssen. Verfügbares Einkommen heißt, dass bestimmte Fixkosten wie die Miete (hier gilt aber ein Freibetrag von Euro 235,-), Alimentationspflichten oder Kreditbelastungen vom Nettoeinkommen abgezogen werden, die oben genannten Beträge müssen übrig bleiben. (Die angeführten Beträge betreffen das Jahr 2007 und erhöhen sich jährlich.)

Dürfen Ausländer uneingeschränkt in Österreich arbeiten?
Für Fremde ist der Zugang zum Arbeitsmarkt mit wenigen Ausnahmen genehmigungspflichtig. Es gibt dafür, je nach Aufenthaltsdauer bzw. -art, verschiedene strenge Regelungen. Das Limit für die Beschäftigung von AusländerInnen in Österreich stellt die Bundeshöchstzahl dar. Diese besagt, dass die Gesamtzahl der unselbständig beschäftigten und arbeitslosen AusländerInnen den Anteil von 8 % des österreichischen Arbeitskräftepotentials nicht übersteigen darf. (Betrifft alle bewilligungspflichtigen Arbeitsmöglichkeiten.) Ist diese Höchstzahl überschritten, können nur mehr in bestimmten Ausnahme-Fällen bis zum Ausmaß von 9 %, aber nur für spezielle Personengruppen und bei Vorliegen von besonderem öffentlichen oder gesamtwirtschaftlichen Interessen, Sicherungsbescheinigungen und Beschäftigungsbewilligungen erteilt werden. AsylwerberInnen haben während ihres Verfahrens ebenfalls nur mit einer besonderen Bewilligung Zugang zum Arbeitsmarkt, diese wird jedoch in den seltensten Fällen ausgestellt.

Nützen Ausländer unser Sozialsystem aus?
Unser Sozialsystem funktioniert wie eine Versicherung. Auf Grund gesetzlich vorgeschriebener Einzahlungen erwirbt jeder Bürger gewisse Ansprüche auf soziale Leistungen. AusländerInnen sind gleichberechtigt bei den vorgeschriebenen Einzahlungen, genießen aber nicht die gleichen Rechte bei der Inanspruchnahme von Leistungen.

 

 

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