Kontakttreffen von Flüchtlingen in Jadersdorf

04.08.15 / 14:36

“Österreich ist ein gutes Land. Die Menschen unterstützen uns. Wir fühlen uns sicher.”
So fassen die Flüchtlinge aus Jadersdorf ihre ersten Eindrücke in Worte.
Marlene Fheodoroff
 
Mit dem Rad sind sie am Samstag, den 25. Juli nachmittags, von Jadersdorf nach Hermagor in den Pfarrhof der katholischen Kirche gekommen, um sich dort den Anwesenden (Bürgermeister Siegfried Ronacher, Pfarrer Günther Dörflinger, die Caritas-Vertreter Johanna Popatnig und Ursula Madritsch sowie Mitgliedern des Pfarrgemeinderates Hermagor) vorzustellen. Seyyed, der schon am besten Deutsch kann, bedankt sich auf Deutsch und Englisch in seinem und im Namen der anderen 12 Flüchtlinge für die gute Aufnahme, für die Hilfe und Unterstützung. In seinem Heimatland Afghanistan hat der 19-jährige Medizin studiert. Nun ist er hier in Österreich, gemeinsam mit den anderen, ausgebildeten Malern, Mechanikern, Installateuren, Schneidern, Bautischlern. Sie alle hoffen, so bald wie möglich eine Beschäftigung zu finden und stellen klar, dass sie überall mithelfen und anpacken wollen.
 
Die jungen Männer - alle unter 23 Jahre alt - hoffen auf eine bessere Zukunft für sich und auch für ihre Heimatländer. Obwohl sie aus den verschiedensten Regionen stammen, verstehen sie sich untereinander gut und helfen sich gegenseitig. Beim anschließenden Imbiss entstehen angeregte Gespräche in Deutsch, Englisch und mit Gesten, unterstützt von ihrer Deutsch-Lehrerin, Marie-Theres Roger. Bgm. Ronacher erklärt sich spontan bereit, einen DVD-Player zur Verfügung zu stellen, damit die Flüchtlinge Filme in Deutsch und Englisch zur Vertiefung der Sprachkenntnisse ansehen können.
 
Am Ende der Vorstellungsrunde bedanken sie sich noch einmal bei der Caritas Kärnten und bei der Gemeinde für die Unterstützung. Sie lassen sich sogar überreden, für die Anwesenden zwei Lieder zu singen. Nach diesem Nachmittag der Begegnung fahren sie mit ihren Rädern nach Jadersdorf zurück.
 
Die Flüchtlinge brauchen jetzt vor allem eines: Möglichkeiten, um ihr Deutsch zu üben. Begegnungen mit Einheimischen und Beschäftigung bei Firmen oder Privatleuten kann dabei eine große Hilfe sein, genauso wie dieser Nachmittag, der ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglichte.

Falls Sie die Flüchtlinge unterstützen möchte, wenden Sie sich bitte an:
Gabriela Marsden, Tel. 0650 3717743 bzw.
Sr. Margaretha Hemma Ploner, Tel.  0676 87726310