Ein Fest wider die Barrieren

23.11.15 / 15:55

Vom Schneemann aus Holz über den Adventkranz aus Tannenzapfen bis zum Weihnachtsbaum aus Filz reichte die Palette der Handarbeiten. Beim Glühwein-Opening der Caritas-Werkstatt Veronika in Friesach gingen die Werkstücke der 26 Klientinnen und Klienten – allesamt Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen – weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Werkstätten-Leiterin Romy Strmcnik ging es darum, den Besuchern zu zeigen ,,was wir hier Tolles erzeugen“. So übernimmt die Werkstatt z. B. für die Klagenfurter Firma Doma Sortier-und Verpackungsarbeiten, die Schützlinge haben Pokale für Sportsclubs angefertigt und produzieren Dekos auf Bestellung.
Infos: werkstatt-veronika(at)caritas-kaernten.at

Das Glühwein-Opening war ein herzliches wie berührendes Fest des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung. Caritas-Direktor Josef Marketz suchte das Gespräch mit den Besuchern. Er weiß, dass zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen nicht selten Barrieren bestehen und ist überzeugt: ,,Wenn man miteinander isst, trinkt und sich unterhält, dann fallen die Barrieren. Das ist total schön.“

Einig zeigten sich die Friesacher Stadträte Josef Pepper, René Schabernig und Helmut Wachernig, was die Bedeutung der Caritas-Werkstatt Veronika betrifft. Es handle sich dabei um eine ,,extrem wichtige und schöne Einrichtung“. Schabernig: ,,Ich bin tief beeindruckt, wenn ich sehe, mit welcher Freude da gelebt und gearbeitet wird.“ Marion Fercher, die kaufmännische Geschäftsführerin der Caritas Kärnten, verband den ,,Spaß, beim Fest dabei zu sein“ mit dem Nützlichen. Sie fand in den Handarbeiten der Schützlinge nämlich Weihnachtsgeschenke. Fercher zum tieferen Sinn der Veranstaltung: ,,Mit Abenden wie diesen können wir zeigen, dass Integration und Inklusion möglich sind.“

Kein Fest ohne Kulinarik und ohne Musik: Beim Glühwein-Opening gab es Chili Con Carne, Lángos und heiße Maroni. Mit Rock- Pop- und Schlagermusik unterhielt die steirische Band ,,Mundwerk“ die Gäste. Dabei handelt es sich um junge Musikerinnen und Musiker mit Handicap. Deren Musik gefiel so gut, dass etliche Besucher sogar das Tanzbein schwangen. Unter den Gästen sah man älteres wie junges Publikum, entdeckte man Menschen mit Beeinträchtigungen ebenso wie deren Verwandte und Leute aus der Wirtschaft, wie Malermeister Nat Vince und Klaus Schulze Zumloh als Inhaber der Biobaumschule Eschenhof, die Geschäftsführer von Elektrotechnik H & M, Matthias Huainig und Dominik Metschina, Sandra Schönfelder von der Agentur ,,design in time“, Petra Messner als pädagogische Leiterin des "Team Lebensgestaltung" - Menschen mit Behinderung der Caritas, die derzeit in Karenz ist, und "Team Lebensgestaltung-Koordinator Thomas Stenitzer.

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