Den Kindergarten für sozial Schwache finanzieren

26.11.15 / 17:21

Miteinander spielen, voneinander lernen und sich auf die Schule vorbereiten: Das können die Kinder kaum anderswo besser als im Kindergarten. –Vorausgesetzt, die Eltern können sich den Beitrag leisten. Doch immer öfter scheitert es genau daran. Denn die Armut in Kärnten steigt. Und die Familien in den Flüchtlingsquartieren, die von der Caritas betreut werden, können sich diese Beiträge selber nicht finanzieren. Hilfe ist dringend angesagt.

Der dreijährige Ali* wohnt seit einem Jahr mit seinen Eltern und zwei Geschwistern in einer kleinen Gemeinde in Kärnten. Die Familie ist froh, in Frieden und Sicherheit leben zu können. Der Kontakt zur heimischen Bevölkerung fällt der Familie aber nicht leicht. Die Sprachkenntnisse sind schlecht, das Gefühl, nicht willkommen zu sein, wiegt schwer. Die Familie zieht sich zurück, nimmt am gesellschaftlichen Leben nicht teil.

Ali spürt das. Ihm gefallen aber die anderen Kinder, ihm macht die fremde Sprache keine Probleme, er geht auf andere – ganz natürlich und frei – zu. Für Ali, aber auch für seine Eltern, wäre sein Kindergartenbesuch ein Fortschritt und ein Weg in Richtung Integration. Die Großen könnten viel von ihm lernen.

Generell kommt es immer häufiger in Kärnten vor, dass Eltern den Kindergartenbeitrag nicht (mehr) zahlen können. ,,Viele Menschen sind arbeitslos, verschuldet oder krank“, weiß Christian Eile als Bereichsleiter für Menschen in Not bei der Caritas Kärnten. ,,Nicht wenige klopfen bei uns um Finanzierung des Kindergartenbeitrages an.“

Das Kindergartenreferat der Caritas Kärnten betreut 69 katholisch-kirchliche Kindergärten im Land. Mit Stand Oktober 2015 haben 4715 Kinder (Kindertagesstätten, Horte und Lerncafés inbegriffen) diese Einrichtungen besucht. Doch angesichts der Vielzahl an Aufgaben kann die Caritas Kärnten allein die Kosten für die Elternbeiträge nicht bewältigen. Um einheimischen Kindern in Notlagen und Flüchtlings- und Migrationskindern dennoch den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, hat sie einen Kindergartenfonds eingerichtet.

,,Bildung beugt Armut vor“, bittet Caritas-Direktor Josef Marketz um und hofft auf tatkräftige Unterstützung. - Damit Kinder wie Ali eine Chance auf einen Kindergartenbesuch und ein Miteinander-Wachsen-Können haben.

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Kärntner Sparkasse: IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587; BIC: KSPKAT2KXXX
Kennwort: Kindergartenfonds
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