Rund um die Uhr bestens betreut

06.10.16 / 12:30

Caritas Kärnten bietet jetzt auch eine 24-Stunden-Betreuung an und erweitert ihr Demenz-Angebot.

Die Caritas Kärnten pflegt und betreut alte und kranke Menschen mobil und – in neun Pflegeheimen – stationär. Jetzt bietet sie auch eine 24-Stunden-Betreuung an. ,,Weil Bedarf und Wunsch nach einer ,Rund-um-die-Uhr-Betreuung´ kontinuierlich steigen und wir mit unserer mobilen Pflege wegen der fehlenden Nachtdienste, die ein Klient ab einer gewissen Stufe benötigt, an unsere Grenzen stoßen,“ wie Eva Maria Wernig als zuständige Caritas-Bereichsleiterin erklärt.

In ganz Österreich befinden sich 21.000 Menschen in der 24-Stunden-Betreuung. Der Bedarf steigt jährlich um bis zu 20 Prozent. Das besagt eine Statistik aus dem Jahr 2014.

Bei dem neuen Angebot der Caritas wird ein hilfsbedürftiger Mensch im eigenen Haushalt von einer gut ausgebildeten und gut Deutsch sprechenden Betreuungskraft rund um die Uhr im Alltag betreut und unterstützt. Die Caritas Kärnten arbeitet hier eng mit der Caritas Österreich zusammen. Letztere sucht – nachdem eine diplomierte Gesundheitskrankenschwester persönlichen Bedürfnisse, pflegerische Anamnese, Wünsche und Pflegebedarf von KlientInnen vor Ort erhoben hat – nach den bestgeeigneten BetreuerInnen aus den kooperierenden Herkunftsländern Rumänien, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Slowenien.

Wernig: ,,Uns liegt der Klient mit all seinen Bedürfnissen sehr am Herzen. Unser Fokus liegt aber auch auf den Betreuerinnen selbst, die ein würdevolles Arbeiten haben sollen.“ Diese wechseln sich im 14-Tage-Rythmus ab, können nach ihrem Einsatz wieder nach Hause. ,,Sie sind durch Fort- und Weiterbildungen in Fragen der Demenz und Validation für die verschiedensten Herausforderungen gut gerüstet.“

Die Krankheit des Vergessens

Ein wichtiges Anliegen ist der Caritas auch der Bereich Demenz. Laut Land Kärnten leiden 10.000 Kärntner an einer Demenzerkrankung. Jährlich kommen in unserem Land 2000 Neuerkrankte hinzu. ,,Von zehn BewohnerInnen in unseren Heimen haben acht eine Form von Demenz“, weiß Eva Maria Malle, Caritas-Bereichsleiterin für stationäre Betreuung und Pflege. Deshalb erweitert die Caritas das Angebot. So wird das Pflegeheim Haus Elisabeth in St. Andrä zu einem Demenz-Kompetenzzentrum mit einem entsprechenden Wohnbereich und einem so genannten Demenzgarten ausgebaut, der an Biografien und Geschichten der HeimbewohnerInnen erinnern wird. Außerdem gibt es permanente Demenzfortbildungen für das Pflegepersonal.

Das Projekt ,,Demenz bewegt Leben“ in Kooperation mit der Fachhochschule Kärnten wird nach der wissenschaftlichen Auswertung 2017 in allen Caritas-Pflegeheimen in Kärnten umgesetzt. Malle: ,,Dieses Bewegungsprogramm hat sich im Haus Martha und im Franziskusheim in Klagenfurt gut etabliert und bereitet unseren BewohnerInnen große Freude.“ Neu ist auch, dass ehrenamtliche MitarbeiterInnen zur Betreuung von Menschen mit Demenz eine fundierte, praxisnahe Ausbildung und fachliche Begleitung erhalten. Diese BegleiterInnen kommen dann nach Hause oder ins Pflegeheim, um mit Betroffenen Zeit beim Spazierengehen oder beim Plaudern zu verbringen. Ziel ist die Verbesserung des Wohlbefindens des Erkrankten.

Die ehrenamtliche Begleitung ist für die KlientInnen kostenlos. Kostenlos sind auch die mobile Demenzberatung und Begleitung für pflegende Angehörige sowie die Sprechstunden, die jeden zweiten Mittwoch im Monat von 13 bis 16 Uhr im Franziskusheim in Klagenfurt abgehalten werden. Mit der mobilen und stationären Pflege, der 24-Stunden-Betreuung, der Demenzberatung, Hospiz- und Palliativversorgung sowie der Unterstützung und Begleitung pflegender Angehöriger bietet die Caritas Kärnten jetzt das komplette Pflege- und Betreuungsspektrum an. 

www.caritas-kaernten.at/hilfe-beratung/menschen-in-betreuung-und-pflege/