Gut orientiert im ,,Labyrinth des Vergessens“

02.05.17 / 15:51

19 Frauen erhielten nach absolvierter ,,Ausbildung für BegleiterInnen von Menschen mit Demenz“ in unserem ,,Haus Elisabeth“ in St. Andrä ihre Zertifikate.

Immer mehr Menschen leiden an Demenz, der Krankheit des Vergessens. Um betroffene Männer und Frauen bestens begleiten zu können, hat die Caritas Kärnten im Herbst des Vorjahres einen Kurs in St. Andrä im Lavanttal gestartet. Die Demenzexpertin und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Eva Maria Sachs-Ortner zeigte den 19 Teilnehmerinnen den Weg ,,im Labyrinth des Vergessens“. Sigrid Kronhofer als Lehrbeauftragte für Validation unterwies sie im Umgang mit desorientierten Menschen. Bei den Teilnehmerinnen handelte es sich um Mitarbeiterinnen aus unseren Altenwohn- und Pflegeheimen ,,Haus Elisabeth“ und ,,Gregorhof“, die hauptamtlich mit demenziell Erkrankten arbeiten, und Menschen, die sich bereits beim Besuchsdienst der Caritas engagieren und fortbilden wollten.

In 38 Theoriestunden ging es u. a. um das Basiswissen der Demenzerkrankung, die Situation pflegender Angehöriger, die Möglichkeiten des Umgangs und die Kommunikation mit den Erkrankten, die Methoden, sie zu betreuen, fördern und zu beschäftigen sowie um die Reflexion der eigenen Rolle. Bei einem 20-Stunden-Praktikum in einem Pflegeheim wurde das erlangte Wissen vertieft.

Die Angehörigen sind Österreichs größter und bedeutendster Betreuungs- und Pflegedienst. Die Caritas will diese bei der Betreuung ihrer Lieben zu Hause entlasten. Eva Maria Wernig, unserer Bereichsleiterin für mobile Betreuung und Pflege, liegt daher eine gute und praxisnahe Ausbildung freiwilliger MitarbeiterInnen sehr am Herzen: ,,Je nach persönlichen Vorlieben und individuellen Voraussetzungen können die Freiwilligen dann den demenzerkrankten Menschen vorlesen, mit ihnen singen oder einfach für sie da sein.“ Auch Eva Malle, unsere Bereichsleiterin für Stationäres Betreuen und Pflegen, ist Feuer und Flamme für den Demenz-Kurs, denn: ,,Ein profundes Wissen und die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz erleichtern den Pflegekräften im Dienst den Alltag.“ Durch die damit einhergehende Bewusstseinsbildung könne ein verständnisvoller und qualifizierter Umgang mit dementen BewohnerInnen gewährleistet werden.

Bei der Zertifikatsverleihung am 20. April 2017 im ,,Haus Elisabeth“ bedankten sich Wernig, Malle und Edmond Maus, der Pflegedienstleiter unseres ,,Haus Elisabeth“, bei jeder Teilnehmerin für die absolvierte Ausbildung mit einer schönen Rose.