Mit Mut und Herz in die Zukunft

12.06.17 / 16:58

Bei der Langen Nacht der Kirchen stellten die Caritas und andere Organisationen Projekte vor, die Mut und Lust auf die Zukunft machen.

Es war, als würden bereits die Häkelblumen auf der Eingangstür und im Inneren der Bürgerspitalskirche in Klagenfurt mit ihrem farbenfrohen Sein vom Motto des Caritas-Abendes erzählen. Das lautete: Mit Mut und Herz in die Zukunft. Bevor in dieser Langen Nacht der Kirchen (9. Juni 2017) Kärntner Mutmachprojekte vorgestellt wurden, überbrachte Karin Teichmann-Klune von unserer PfarrCaritas einen herzlichen Gruß von Caritasdirektor Josef Marketz, der wegen der dramatischen Hungersituation in Ostafrika nach Kenia fliegen musste, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Mehr als 20 Millionen Menschen drohen in vielen Ländern Ostafrikas und der Sahelzone zu verhungern. Ursache dafür ist auch die Umweltverschmutzung durch uns – die industriellen Länder in Europa, den USA, China und Asien. Vor diesem Hintergrund präsentierte Cornelia Leitner das youngCaritas-Projekt ,,Plastiksackerl dislike“, mit dem man gegenzusteuern versuche. Denn Plastiksackerln verursachen allein in Österreich 7000 Tonnen Müll im Jahr. ,,Diejenigen, die den Klimawandel am wenigsten verursachen, leiden am meisten darunter“, sagte Leitner mit Blick auf die hungernden Menschen. Und: ,,Unser Verhalten, unser ökologischer Fußabdruck, belastet die Natur. Daher ist es wichtig, dass wir uns verantwortungsbewusst verhalten und zum Beispiel Müll vermeiden.“

Schon zuvor hatte Karin Teichmann-Klune von der PfarrCaritas die BesucherInnen der Langen Nacht der Kirchen zum aktiven Mitgestalten der Zukunft eingeladen. Sie zitierte Mark Twain: ,,In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse den Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen aus. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.“

Danach präsentierten InitiatorInnen weitere spannende Projekte voller Vielfalt, die Mut und Lust auf die Zukunft machen. So erfuhren BesucherInnen u. a. vom magdas LOKAL, das Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund die Integration ermöglicht und vom Verein ,,share“, der Lebensmittel rettet. Sie erhielten Informationen übers kreative Häkeln und Stricken, das Obdachlosen hilft, die Gemeinde Friesach, die sich in einem beeindruckenden Wandel befindet und den ,,Grown Care-Garten“, einem Begegnungsort für vereinsamte und seelisch kranke Menschen, die Freude am gemeinsamen Gärtnern haben. Es war beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich sich Menschen einsetzen, um ihre eigene Welt und ihr Umfeld lebenswerter zu gestalten.

Die BesucherInnen, die auch Lieder für Herz und Hirn von Dominik Werginz in Ziehharmonika-Begleitung seines Freundes Charly hörten, kamen und gingen. Das Gotteshaus war über weite Strecken gut gefüllt. In den neu renovierten Räumen im ersten Stock der Bürgerspitalskirche gab es Kuchen und Wein. Damit war auch für einen herzlichen Austausch gesorgt.