SeniorInnen im Scheinwerferlicht

03.07.17 / 15:01

Neun Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas-Altenwohn- und Pflegeheimes ,,St. Hemma-Haus“ in Friesach entführten mit den Roten Nasen Clowndoctors die BesucherInnen in die zauberhafte Welt des Varietés und entpuppten sich dabei als Bühnenstars.

Aus den Lautsprechern erklang der Radetzkymarsch. ,,Vorhang auf“ hieß es am 30. Juni 2017 im ,,St. Hemma-Haus“ in Friesach. Die Rote Nasen Clowndoctors hatten den kleinen Turnsaal in eine attraktive Bühne verwandelt, auf der die BewohnerInnen Aloisia Dielacher, Josef Grabner, Hemma Kammersberger, Friederike Augustin, Siegfried Aichholzer, Annegret Beckmann, Eleonore Gassinger, Thomas Schweighofer und Karl Schettina ihren großen Auftritt hatten.

Die KünstlerInnen, die ihre Rollen und ihre Kostüme selbst aussuchen durften, nahmen die BesucherInnen – HeimbewohnerInnen, Angehörige und Pflegepersonal – in die zauberhafte Welt des Varietés mit und brillierten bei ihren Auftritten in den Bereichen Tanz, Artistik, Show und Magie. Da wurden Schlangen beschworen und Gewichte gestemmt. Da wurde gezaubert und mit Tellern jongliert.

Die Roten Nasen – also Dozent Dr. Hugo D. alias Rüdiger Reiner, Rita alias Marlies Franz und Lotte alias Barbara Thonhauser – hatten mit den Seniorinnen und Senioren zuvor an zwei Probetagen die Bühnennummern mit viel Feingefühl einstudiert und dabei auf deren körperliche und kognitive Verfassung Rücksicht genommen. Thonhauser: ,,Wir holen die Leute ab aus ihrem Alltag und bringen ihnen ein wenig Glanz und Freude in denselben, in dem sie im Scheinwerferlicht auftreten, beklatscht und wertgeschätzt werden.“

Das bestätigt Hemma Kammersberger, die den ZuschauerInnen als Marilyn Monroe gefiel: ,,Ich wollte fürs Publikum etwas machen. Der Auftritt hat aber auch mir selbst großen Spaß gemacht“, erzählt die Heimbewohnerin. Auch Evelyn Kaiser als administrative Leiterin des ,,St. Hemma-Haus“ ist von dem Programm der Roten Nasen Clowndoctors voll angetan, denn: ,,Unsere Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich auf der Bühne präsentieren. Sie wurden gesehen, gehört und mit dem Applaus wertgeschätzt.“ Mehr noch: ,,Sie konnten dabei auch vergessen geglaubte Fähigkeiten neu entdecken.“

  • © Dietmar Wallner

  • © Dietmar Wallner

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