Was darf Kritik, was darf eine Jury?

11.07.17 / 14:53

Diskutierabende im Zuge des Bachmannpreises 2017 kamen beim Publikum des magdas LOKAL gut an.

Was darf Kritik, was eine Jury? Antworten auf diese und viele andere Fragen gab die zweitägige Veranstaltung ,,Kritik der Kritik – das Gespräch danach“ im magdas LOKAL auf dem Stauderplatz in Klagenfurt. Dieses mischte anlässlich der 41. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt mit. Es bot den renommierten LiteraturkritikerInnen Brigitte Schwens-Harrant und Anton Thuswaldner sowie Ö1-Literaturredakteur Peter Zimmermann am 6. und 7. Juli 2017 die Gelegenheit, mit und vor Publikum die Texte, die Gespräche und die Ereignisse rund um den Bachmannpreis zu analysieren.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Caritasdirektor Josef Marketz, der Vorfreude zeigte ,,ob der literarischen Impulse in solch illustrer Runde“. Impulsgeladen, höchst spannend und mitunter recht scharfzüngig waren dann die Debattenbeiträge.

Schwens-Harrant, Leiterin des Feuilletons der Wochenzeitung ,,Die Furche“, zeigte etwa auf, wie unmittelbar Kritik sein kann und wie Rollen- und Gruppendynamik eine Jury beeinflussen können. Diskutiert wurde auch über das, was vom Bachmannpreis bleibt und darüber, wie Livediskussionen und Meinungen auf Texte und AutorInnen abfärben.

Die beiden Diskutierabende kamen bei den vielen BesucherInnen – Literaturinteressierten und Bachmannpreis-BeobachterInnen – gut an. Der Siegertext „mein lieblingstier heißt winter“ des Grazer Dramatikers Ferdinand Schmalz liegt zum (Nach-)Lesen im Lokal auf.

Das magdas hofft auf eine Wiederholung von ,,Kritik der Kritik – das Gespräch danach“ im nächsten Jahr, wenn Klagenfurt wieder Dreh- und Angelpunkt der Literaturwelt wird.