Berührender Abschied von ,,einem Stück Heimat“

17.07.17 / 16:12

Nach 33 Jahren verdienstvoller Tätigkeit bei der Caritas Kärnten geht ,,Menschen in Krisen“-Bereichsleiter Wolfhart Baumann in Pension. Beim Sommerfest erhielt er das silberne Hemmakreuz. Die Bereichsleitung wurde offiziell an Ursula Luschnig übergeben.

Der Abschied in den Ruhestand fiel ihm und vielen Kolleginnen und Kollegen nicht leicht. Das ist kein Wunder. Denn Wolfhart Baumann verbinden mit der Caritas mehr als 33 Jahre. ,,Ich empfinde es als Gnade, sagen zu können, dass ich über all diese Jahre bis zum Schluss gerne gearbeitet habe“, verriet der ,,Menschen in Krisen“-Bereichsleiter am 14. Juli 2017 im Studentenheim Concordia in Klagenfurt den Gästen. Beim Sommerfest, das zugleich sein herzlich-berührendes Abschiedsfest war und von seinen MitarbeiterInnen wunderbar gestaltet wurde, nannte er auch die Gründe dafür. Das seien einerseits die Klientinnen und Klienten, die er durch schwierige Zeiten begleiten durfte: ,,Diese Arbeit war sinnerfüllend und bereichernd. Ich habe viel für mein Leben gelernt.“ Andererseits hätten die engagierten MitarbeiterInnen, besonders jene, mit denen er in der Hubertusstraße zusammengearbeitet hat, dazu beigetragen, ,,dass die Lebensberatung für mich nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch ein Stück Heimat geworden ist“.

Baumanns Ausführungen lauschten seine Gattin Gisela, Caritasdirektor Josef Marketz, die kaufmännische Geschäftsführerin Marion Fercher, die neue Bereichsleiterin Ursula Luschnig (,,Ich freue mich, dass gerade du meine Nachfolgerin geworden bist.“), seine MitarbeiterInnen und viele KollegInnen aus der Zentrale. Der 66-Jährige schätzt die Caritas als Organisation, aber auch wegen ihres christlichen Grundauftrages und ihrer Grundhaltung den Mitmenschen gegenüber. Schon als Zivildiener ist er in der Zentrale ein und aus gegangen. Vor 33 Jahren hat Baumann dann die Lebensberatung übernommen.

,,In all den Jahren hast du sie immer größer gemacht, den Namen verändert, das Angebot der Psychotherapie und Elternbildung dazu genommen, Beratungsstellen in den Bezirken eröffnet, manche wieder geschlossen, die Männerberatung gegründet und die Familien- wie Scheidungsberatung an den Bezirksgerichten etabliert“, erinnerte seine Nachfolgerin Luschnig an Baumanns Leistungen. Vor zwei Jahren hätte er dann die Suchtberatung und die Telefonseelsorge unter seine Fittiche bekommen. Luschnig zu Baumann: ,,Der ganze Bereich trägt deine Handschrift, deinen Aufbruchsgeist und deine Bereitschaft, immer wieder Neues anzugehen.“

Schon davor hatte Caritasdirektor Marketz (,,Für Wolfhart ist der Beruf ganz stark Berufung.“) im Rahmen einer geistlichen Einstimmung auf das Fest Baumann für sein großartiges Engagement und Wirken gedankt und dem in den Ruhestand Tretenden mit den besten Wünschen für den weiteren Weg das silberne Hemmakreuz verliehen. Allerdings: ,,Gott schickt niemanden in Pension. Dich auch nicht. Ihm geht es eher um Lebensführung und Leben als langer Prozess, der nicht im Alter endet.“

Marketz übergab den Bereich ,,Menschen in Krisen“ dann offiziell an Ursula Luschnig. Diese sagte: ,,Es ist schön, einen Bereich zu übernehmen, der so gut aufgestellt ist, mit unglaublich engagierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das heißt, dass die Basis, um gut weiterarbeiten zu können, da ist.“ Der Bereich sei in der Caritas gut eingebettet und geschätzt. Luschnig sprach auch über ihr Ziel – ,,weiterhin eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die uns allen guttut, und Menschen dabei zu helfen, wieder Sinn im Leben zu finden und Lebensmut zu schöpfen“.