Gastfreundschaft neu leben

12.09.17 / 20:45

Beim Begegnungsfest in Villach wurde mit einem bunten Sport- und Unterhaltungsprogramm Integration gelebt.

Der Clown neckt ein kleines afghanisches Mädchen und einen größeren Kärntner Buben. Ältere Herrschaften sind vom Bowling begeistert. Rapper Mortaza Mohammadi fasziniert die Jungen. Eine Kärntner Hausfrau schlägt temperamentvoll die Trommel. Groß und Klein, Jung und Alt unterhalten sich bei nahöstlichen Schmankerln und heimischen Leckereien: Das Begegnungsfest am 8. 9. 2017 im Kinderheim-Sonnenhof Lind in Villach war ein schöner Nachmittag mit neuen und alten Freunden, mit Menschen die hier beheimatet sind und jenen, die hier eine neue Heimat finden wollen.

Annemarie Posratschnig als Fachbereichsleiterin Asyl, Integration und Migration bei der Caritas Kärnten hieß die vielen Gäste herzlich willkommen. Stadtrat Peter Weidinger (ÖVP), Prokuristin Jutta Sandrieser vom Samariterbund Kärnten und Diözesanreferent Wolfgang Unterlercher vom Katholischen Familienwerk suchten die Begegnung ebenso wie Diplom-Pfarrassistentin Waltraud Kraus-Gallob und Nadja Finding sowie Zjada Music seitens des Integrationsreferates der Stadt Villach. Die Caritas Kärnten, der Samariterbund Kärnten, die Katholische Kirche Kärnten und die Stadt Villach organisierten das heurige Fest.

Einen wesentlichen Teil zum Gelingen trugen viele engagierte Freiwillige und Vereine bei. Der Arabische Kulturverein "Arabesc Frauenverein“ kredenzte nahöstliche Kost. Sportunion (Sandra Leitner) und Diözesansportgemeinschaft sorgten für abwechslungsreiche Spiel- und Sportstationen. Das Katholische Bildungswerk lud am Stand von Hippy (Dragana Jakovljevic) zum Basteln, Malen sowie Lernen ein, das Katholische Familienwerk sorgte für einen Trommelworkshop (Angelika Hohensinn). Der Samariterbund (Ursula Madritsch) gewährte spannende Einblicke in einen Rettungswagen.

Schwester Andreas vom Kloster Wernberg bat zur interkulturellen Andacht, bei der Gebete auf Deutsch, Arabisch und Farsi gesprochen wurden. Caritasdirektor Josef Marketz nahm sich dabei des Themas Gastfreundschaft an: "Sie war und ist bei Moslems und Christen eine heilige Pflicht.“ Diese hätte unter den Kriegswirren durch beiderseitige Ängste gelitten. Marketz: "Damit wollen wir uns nicht abfinden, sondern die Gastfreundschaft neu leben.“
Das Fest fand mit einem aus vollen Kehlen gesungenen "We are the world" seinen passenden Abschluss.

Alle Fotos von diesem Fest finden Sie auf unserer Facebook-Seite.