Zwei Pillen und der Herbst des Lebens

05.10.17 / 14:24

In unserem Altenwohn- und Pflegeheim in Feldkirchen wurde Erntedank gefeiert. Im Haus Theresia galt die Aufmerksamkeit auch einem Geburtstagskind.

Der Korb mit der Sonnenblume und den Feldfrüchten vor dem schlichten Altar deutete auf den besonderen Gottesdienst hin: Die Bewohnerinnen und Bewohner unseres Altenwohn- und Pflegeheimes ,,Haus Theresia“ in Feldkirchen feierten am 29. September 2017 in der Hauskapelle Erntedank. Pfarrer Reinhold Berger zelebrierte die Heilige Messe, bei der Kantor Georg Granegger – wie jeden Freitag – seine Stimme erhob.

Berger verglich in seiner Predigt den Herbst und die Ernte mit dem Leben eines älteren Menschen. ,,Auch wir stehen im Herbst des Lebens und haben geerntet – oft war es eine gute, oft eine schlechte Ernte“, machte er nachdenklichen Gedanken die Türe auf. Und dann erzählte er die Geschichte von der Begegnung eines Arztes mit einem 96-Jährigen in einem Altenheim, der stets zufrieden und freundlich war. Eines Tages verriet der Patient seinem Doktor das Rezept dafür: ,,Am Morgen nehme ich gleich nach dem Aufstehen die Pille ,Zufriedenheit´ ein. Und am Abend, bevor ich einschlafe, nehme ich die Pille ,Dankbarkeit´. Diese beiden Arzneien haben ihre Wirkung noch nie verfehlt.“

87. Geburtstag von Pfarrer Berger

Schon beim Gottesdienst eine Woche vor dem Erntedankfest (22. September 2017) war die Kapelle im Haus Theresia bis auf den letzten Platz gefüllt. Die BewohnerInnen und Wegbegleiter von Pfarrer Reinhold Berger schätzen seine Heiligen Messen an jedem Freitag. Diesmal feierte man im Zuge des Gottesdienstes auch den 87. Geburtstag, den der beliebte Seelsorger am 23. September begangen hat. Barbara Wohlgemuth als administrative Leiterin unseres Feldkirchner Hauses überreichte Berger im Namen aller BewohnerInnen und MitarbeiterInnen das Buch ,,In der Vertikale – was mich zwischen Himmel und Erde hält“ von Generalvikar Engelbert Guggenberger. Sie wünschte Pfarrer Berger für das neue Lebensjahr ,,Gottes Segen, viel Gesundheit und Schaffenskraft“.