Wenn aus Flüchtlingen Bauern werden

05.12.17 / 15:26

(Über-)Lebenshilfe für südsudanesische Flüchtlinge in Nord-Uganda: Die Caritas Kärnten kooperiert bei diesem beispielgebenden Projekt mit der Austrian Development Agency (ADA), Horizont3000 und Bruder und Schwester in Not Innsbruck (BSIN).

Wenn Menschen vor dem Krieg fliehen, stehen sie gewöhnlich vor dem Nichts. In unserem Fall ist das anders. Denn tausende südsudanesische Flüchtlinge, die im Norden Ugandas Zuflucht gefunden haben, bekommen von der dortigen Regierung ein Stück Land zur Bewirtschaftung. ,,Norduganda, das seit Ausbruch des Bürgerkrieges im Südsudan 2013 mehr als eine Million Menschen aufgenommen hat, gilt als Musterbeispiel in der Flüchtlingshilfe. Das Land und die einheimische Bevölkerung können dennoch nicht allein alle Flüchtlinge betreuen. Sie sind auf externe Hilfe angewiesen“, sagt Alexandra Blattnig, die Bereichsleiterin der Auslandshilfe der Caritas Kärnten.

Jetzt macht die Caritas Kärnten mit der Austrian Development Agency (ADA), Horizont3000 und Bruder und Schwester in Not Innsbruck (BSIN) bei einem Projekt in den Distrikten Yumbe und Arua gemeinsame Sache und hilft über 5000 Menschen. ,,Primär geht es darum, die Nahrungsmittelsicherheit zu gewährleisten. Grob gesagt, lernen die Flüchtlinge die Bewirtschaftung der Felder und alles, was damit zusammenhängt. Ziel ist es, dass sie sich eines Tages selbst versorgen können“, meint Blattnig. Sie hat im Oktober 2017 einen Lokalaugenschein vor Ort unternommen. Die einheimische Bevölkerung ist Teil des Projektes. Sie wird bei allen Hilfeleistungen miteinbezogen. – So auch bei Schulungen zum Thema Umweltverschmutzung und Abholzung.

Im November 2017 wurde das ,,Migrations- und Developmentprojekt“ von Vertretern der ,,ADA“ eröffnet.