Christkindel war 288 mal fleißig!

27.12.17 / 08:38

In sieben unserer Einrichtungen kam heuer das Christkind und erfüllte 288 Wünsche. Wir sagen herzlich „Danke!“ an all unsere engagierten Spenderinnen und Spendern. Besonders freut uns, dass sich immer wieder Schülergruppen an der Aktion beteiligen, die sich intensiv mit der Arbeit der Caritas – weit über diese Aktion hinaus – beschäftigen.

So schreibt uns Christian Smolle vom BRG/BORG Wolfsberg über die Aktion:

"Zu Weihnachten etwas Gutes tun" - unter diesem Motto stand auch heuer die „Christkindlbriefaktion“ der Caritas. Gesucht sind jedes Jahr vor Weihnachten engagierte Menschen, die einen Brief bestellen, den die Klienten verschiedenster Caritas Einrichtungen in Kärnten dem Christkind geschrieben haben. Die Spender sind dann gebeten, das gewünschte Geschenk einzukaufen und an die jeweilige Caritas-Einrichtung zu schicken. Im heurigen Schuljahr beteiligten sich, wie schon im Vorjahr, alle Oberstufenklassen des BORG Wolfsberg an der Aktion und waren als Christkind aktiv. Es wurden insgesamt 11 Briefschreiber aus 3 Caritaseinrichtungen beschenkt. Zunächst Bewohner aus dem „Haus Antonius“ in Treffen, in dem Kinder und Jugendlichen, die aus schwierigen Familienverhältnissen kommen und teilweise Missbrauch oder Gewalt erlebt haben, betreut und begleitet werden.

Weiterer Kooperationspartner der „Christkindlbriefaktion“ war in diesem Jahr die „Werkstatt Florian“ bei Globasnitz. Dort werden Menschen mit Behinderung begleitet und gefördert. Überdies wird ihr Leben mit verschiedenen Tätigkeiten mitgestaltet. Das Haus verfügt über eine Tischlerei, in der Gegenstände repariert oder auch neu gebaut werden, wie zum Beispiel Bilderrahmen aus Holz. Die hauseigene Wäscherei verfügt über eine Waschmaschine und eine Bügelstation, in der die Klienten gerne auch ihre Wäsche waschen und bügeln. In der Gärtnerei werden Kräuter und Pflanzen angebaut und verkauft. Es gibt in der Werkstatt Florian 24 Plätze und drei Gruppenräume, in denen die Klienten wechseln können. Zusätzlich bietet man auch Einzelförderung an, Feste werden im Jahreskreis gefeiert. Es werden aber auch verschiedene Arbeiten ausgeführt, deren Produkte dann auf diversen Märkten verkauft werden. Die Betreuer organisieren mit den Klienten auch Ausflüge und nehmen mit ihren Schützlingen an verschiedenen Veranstaltungen teil. So werden den Klienten unter der Woche ein buntes Programm und eine sinnerfüllende Tätigkeit geboten.

In der Klagenfurter Obdachlosen-Tagesstätte „Eggerheim“, aus der ebenfalls Christkindlwünsche erfüllt wurden, hilft man obdachlosen Menschen bei der Wohnungssuche, der Regelung der Finanzen und erarbeitet mit den Betroffenen gemeinsam Lösungen für ihre Alltagsprobleme. Vorübergehend bietet die Caritas auch eine Meldeadresse an, damit Obdachlose wieder Fuß fassen können. Die Caritas kommt ebenso mit Verpflegung, Kleidung zu Hilfe und stellt sanitäre Anlagen sowie eine Waschmaschine zur Verfügung. Zusätzlich vermitteln die Mitarbeiter des Eggerheimes Zimmer und Wohnungen und helfen mit Sachspenden bei der Einrichtung. Man begleitet Obdachlose zu Ärzten, Ämtern und Behörden und hilft ihnen bei der Beschaffung erforderlicher Unterlagen und Papiere. Um sie wieder in die Arbeitswelt zu integrieren hilft die Caritas auch bei der Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen des Arbeitsmarktservice.

Mit großem Engagement sammelten die Schüler des BRG/BORG Wolfsberg vor Weihnachten insgesamt an die 700€ an Spendengeldern, mit denen alle Wünsche erfüllt werden konnten. Neben Winterschuhen, warmen Socken, einem Zelt, Winterbekleidung und anderen Gebrauchsgegenständen standen auch Spiele und Sportgeräte auf den Wunschzetteln. Mit viel Liebe wurden die Geschenke von Schülern verpackt, mit Weihnachtswünschen versehen und dann an die einzelnen Briefschreiber weitergeleitet. Die Jugendlichen mobilisierten sogar Familienangehörige und Nachbarn, um allen Wünschen gerecht zu werden. So wurden für einen Obdachlosen im Eggerheim eigens nach seinem Wunsch kaminrote Wollsocken gestrickt. Das Engagement und die Begeisterung, mit der die Schüler des BORG bei der Sache waren, beeindruckten die Religionslehrer, die für die Organisation verantwortlich zeichneten, sehr. „Wir können stolz auf unsere Jugend sein, die sich immer wieder sehr bereitwillig in den Dienst der guten Sache stellt, wenn wir zu Solidaritätsaktionen einladen“, meint anerkennend einer der Religionslehrer der Schule. Die so erfolgreiche „Christkindlbriefaktion“ zeigt einmal mehr, dass karitativem Engagement und sozialer Kompetenz am BORG Wolfsberg große Bedeutung beigemessen werden, wie es auch dem Leitbild der Schule entspricht. Herzensbildung und die Stärkung sozialer Kompetenz sind ja wichtige inhaltliche Schwerpunkte der Bildung, die man am BORG Wolfsberg vermitteln möchte."