„Bildung beginnt bereits in der Schwangerschaft“

22.01.18 / 15:32

Foto: Kindertagesstätte Hoppala, Klagenfurt

Unsere „Kinder und Jugend“-Bereichsleiterin Elisabeth Mattitsch erinnert anlässlich des „Tages der Elementarbildung“ am 24. Jänner 2018 daran, dass „jedes Kind einzigartig und wunderbar ist“. Es soll sich gesund und ganzheitlich entfalten können. Lesen Sie hier, was es für optimale Bedingungen aus PädagogInnensicht in der österreichischen Bildungslandschaft noch braucht.

Der Österreichische Berufsverband der Kindergarten- und HortpädagogInnen hat den 24. Jänner 2018 in Österreich zum Tag der Elementarbildung ausgerufen. Er will dabei den Wert der frühen Bildung für einzelne und die Gesellschaft thematisieren. Sein Credo: „Elementare Bildung ist der Start für den außerfamiliären Bildungsweg des Kindes und betrifft alle Bürgerinnen und Bürger jetzt und in Zukunft.“

Elisabeth Mattitsch als „Kinder- und Jugend“-Bereichsleiterin der Caritas Kärnten unterstreicht das, indem sie sagt: „Bildung ist nicht nur ein lebenslanger Prozess, der bereits in der Schwangerschaft beginnt, Bildung beugt auch Armut vor. Das muss allen Beteiligten klar sein.“

Tür öffnet oder schließt sich in der Kindheit

Der Caritas Kärnten, die in Kooperation mit den Pfarren und weiteren Rechtsträgern der katholischen Kirche elf Kindertagesstätten (Ein-bis Dreijährige), 69 Kindergärten (Drei- bis Sechsjährige) und elf Horte im Land betreibt, liegt eine bedarfsgerechte Bildung und Erziehung der Kinder daher sehr am Herzen. Mattitsch: „Jedes Kind ist einzigartig, wunderbar und mit nichts zu vergleichen.“ Die Kindheit sei eine sehr sensible Phase des Lebens, in der der Mensch am meisten lerne. „Hier können Samenkörner für eine spätere mögliche gute Ernte gesät werden. In der Kindheit werden Tore geöffnet oder Türen geschlossen. Aus diesem Grund sind alle an der Erziehung Beteiligten gefordert, eine abwechslungsreiche und entwicklungsfördernde Atmosphäre zu schaffen, in der sich ein Kind gesund und ganzheitlich entfalten kann.“

Forderungen

Mattitsch wünscht sich bessere öffentliche Förderungen zur Finanzierung der außerschulischen Bildungseinrichtungen sowie leistbare außerschulische Kinderbildung für alle Erziehungsberechtigten. Des Weiteren unterstützt sie die Forderungen des Österreichischen Berufsverbandes der Kindergarten- und HortpädagogInnen, wie

  • die Abschaffung der Schnittstelle Kindergarten-Volksschule
  • alle Kinder und alle PädagogInnen müssen gleich viel wert sein
  • gleiche beste Rahmenbedingungen für alle Beteiligten in jedem Bundesland
  • universitäre PädagogInnenbildung
  • Reduzierung der Kinderzahl in den Gruppen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen
  • mehr Platz für alle in den Gruppen/Räumen

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.oedkh.at/html/elementarbildung.html