135 frischgebackene PflegeassistentInnen

06.03.18 / 07:42

Zeugnisverteilung in der letzten Februarwoche 2018 an der SOB Klagenfurt. Die Schule für Sozialbetreuungsberufe des Kärntner Caritasverbandes mit ihren Klassen in ganz Kärnten ist die größte Ausbildnerin auch für die „Pflegeassistenz“ in diesem Land.

Insgesamt 128 Studierende aus fünf Schulstandorten in ganz Kärnten haben die kommissionelle Abschlussprüfung zur Erlangung der Pflegeassistenz (ehemals Pflegehilfe) mit (meist) bravourösem Erfolg bestanden. Dies gelang auch sieben sogenannten Nostrifikantinnen, die an Nachschulungsmaßnahmen an der SOB teilgenommen haben, um ihre im Ausland erworbenen Ausbildungen auf österreichisches Niveau zu bringen. „Bei der Pflegeassistenz handelt sich um einen neuen Pflegeberuf, der seit Oktober 2016 den Beruf des Pflegehelfers ersetzt“, erklärt Schulleiter Wilfried Hude. Im Zuge der Neuordnung der Pflegeberufe wurde dieser Berufsstand als Basisausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege gesetzlich so festgeschrieben. „An den SOBs ist diese Grundausbildung in der Pflege integriert in die Ausbildung zum Fachsozialbetreuer in der Altenarbeit.“

Der Großteil der frischgebackenen AbsolventInnen – mehr als 95 Prozent sind Frauen – steht schon im Arbeitsprozess, da die Ausbildung berufsbegleitend am Abend gemacht wurde. Die meisten bleiben weiter in der SOB, um bis zum Sommer die Qualifikation als Fachsozialbetreuerin in der Altenarbeit zu erlangen.

Ein ganz besonderer Tag war die Zeugnisverteilung auch für Nikolina Janjanin (25) aus Bosnien. Sie hat in ihrer Heimat eine Krankenpflegeschule besucht und musste, um in Österreich eine Nostrifikation ihrer Ausbildung zu erhalten, an der SOB Klagenfurt eine Nachschulung machen. Mit weiteren sechs KollegInnen gelang ihr das bestens. Nikolina arbeitet seit drei Monaten im Caritas-Haus-Martha, einem Pflegeheim in Klagenfurt, und schließt an der SOB ihre Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin an.

Insgesamt haben an der SOB seit Schulgründung 1985 mehr als 5000 Schülerinnen und Schüler eine Fachausbildung für die Alten- oder Behindertenarbeit abgeschlossen. Sie arbeiten heute in den mobilen und stationären Einrichtungen in unserem Land.

  • Nikolina Janjanin (25) bei Ihrer Arbeit im "Haus Martha"