„Unser Ironman“ ist eisern im Training

26.06.18 / 08:39

Eisen ist bekannt für seine Härte. Und hart ist auch „unser“ Ironman Michael Possegger. Zumindest, wenn es um seinen Trainingsplan geht! Der dreifache Familienvater geht beim Ironman Austria-Kärnten am 1. Juli in Klagenfurt für die Caritas Kärnten an den Start. Gemeinsam mit ihm hoffen wir auf viele Menschen, die sich von ihm zum Spenden motiviert fühlen!

Hilfe>Hunger, so das Motto der diesjährigen Hungerkampagne, die bereits in den Startlöchern steht. Auch Michael Possegger ist für seine Teilnahme am 1. Juli beim Wettkampf der Superlative in Klagenfurt bereit. Dann findet der 20. Ironman in Kärnten statt. „Das regelmäßige Training ist natürlich wichtig“, sagt er, aber die Wetterkapriolen und die familiäre und berufliche Situation machen es dem 40-Jährigen derzeit nicht gerade leicht. „Unser Baby ist ja erst wenige Wochen alt“, erzählt der dreifache Vater und Pflegedienstleiter des „Haus Klara“ in Maria Elend. „Entweder ist mit den Kindern etwas oder es gibt wieder ein Gewitter am späten Nachmittag.“ Das Radfahrtraining leidet daher ein bisschen, „ich weiß aber, dass sehr viel Kraft und Durchhaltevermögen von der Motivation kommt.“ Und die steht klar unter dem Caritas-Stern. „Und das bringt mir sicher Glück!“

Die Caritas hofft, dass Posseggers Vorbild und sichtbares Zeichen – er geht im Caritas-Outfit an den Start – möglichst viele MitstreiterInnen und ZuseherInnen zum Spenden motiviert und für das Thema Hunger im Allgemeinen sensibilisiert. Konkret setzt die Caritas das gespendete Geld in Projekte in Afrika ein, die Ernährungssicherheit bieten und langfristig auch Hilfe durch Schulbildung zum Ziel haben.

Viele Menschen glauben, der Kampf gegen den Hunger wäre lediglich der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, aber das stimmt nicht. Bis zum Jahr 2030 kann der Hunger und seine katastrophalen Folgen weltweit realistisch besiegt werden. – Mit Anstrengung und Zusammenarbeit internationaler Bemühungen, Politik und der Spendenbereitschaft vieler Menschen. Das heurige Ziel der Caritas ist klar formuliert: 150.000 Kinder sollen von Hunger und Unterernährung bewahrt werden. Dass dies möglich ist, zeigen Menschen wie Michael Posseger: „Kein Kind soll hungern. Dafür setze ich mich ein und geb´ am 1. Juli mein Bestes!“ Wir – die Caritas Kärnten - wünschen ihm dafür das Beste!

Steckbrief unseres „Ironman“

Mit „Trainer“ Tochter – Lea am Hochobir

Name: Michael Possegger
Spitzname: Michi
Wohnort: Völkermarkt
Geboren in: Klagenfurt
Gelebt wo: Völkermarkt- Graz- Schweiz (Zürich) – Salzburg- Völkermarkt
Berufstätig als: Pflegedienstleiter
Alter: 40 Jahre
Familienstand: verheiratet
Kinder: Julia (16), Lea (17 Monate), Linda (wenige Wochen alt)

Sie sind für die Caritas Kärnten als „Ironman“ am Start und machen konkret darauf aufmerksam, dass in vielen Regionen der Welt Hunger herrscht. Mit Ihrer IRONMAN-Teilnahme rufen Sie zum Spenden für die Caritas auf, die sich in konkreten Projekten gegen den Hunger engagiert. Was ist das für ein Gefühl?
Wir leben in einem wohlhabenden Land, in dem niemand hungern muss. Es fühlt sich sehr gut an, wenn man aus dieser Position anderen Menschen etwas geben kann.

Was bedeutet Ihnen der IRONMAN?
Er ist für mich eine persönliche Herausforderung und heuer im Hinblick auf die Hungerhilfe auch etwas Besonderes.

Wie oft haben Sie schon mitgemacht?
Dreimal – beim IM Austria, IM Zürich und IM Kalmar in Schweden

Gefinished?
Das ist mir bei allen drei Wettkämpfen gelungen.

Was war Ihre beste Zeit?
12 Stunden 40 Minuten.

Welches sportliche Ziel verfolgen Sie mit diesem IRONMAN?
Ich will permanent trainieren und dafür die nötige Mentalstärke aufbringen. Sie ist das Um und Auf, um dieses Ziel zu erreichen.

Wie trainieren Sie?
Im Durchschnitt 10 bis 15 Stunden pro Woche. Am Anfang sind die Stunden auf die Wochentage ausgeglichen aufgeteilt. Im letzten Drittel werden es längere Einheiten, also bis zu vier Stunden Radfahren und bis zu drei Stunden Laufen.

Was ist die schwierigste Herausforderung dabei?
Die Trainingskontinuität zu halten – mit der Herausforderung, die Leben, Job und Familie mit sich bringen.

Bereiten Sie sich mit einem mentalen Training für diesen Wettkampf vor?
Ein eigenes mentales Training habe ich nicht. Vielmehr sind Kraft und Wille die Grundsäulen, wenn man sich dem Wettkampf stellt.

Welches emotionale und private Ziel verfolgen Sie mit dem IRONMAN?
Ich freue mich auf den Abschluss am Finishday im Kollektiv aller Sportlerinnen und Sportler. Schön daran ist, ein Teil des großen Ganzen zu sein. Privat finde ich es herausfordernd, alles unter ein Dach zu bekommen. Daher ist danach auch einmal eine Pause angesagt. Wenn die Kinder älter sind, könnte ich mir einen Start beim ,,SWISSMAN“, der nächsten Stufe des IRONMAN vorstellen.

Wenn es beim Bewerb wirklich hart wird. Wer oder was gibt Ihnen Kraft?
Der Gedanke an die Familie und an das Ziel – die Finishline.

Was bedeutet es Ihnen, diesen Wettkampf zu bestreiten und zu finishen?
Mich beflügeln das Wissen und die Bestätigung, dass der Mensch eine große Ressource besitzt, Aufgaben zu meistern, die anfangs unlösbar scheinen.

Sie arbeiten für die Caritas als Pflegedienstleiter im „Haus Klara“. Was bedeutet Ihnen diese Aufgabe?
Sehr viel. Es ist ein Job mit hoher Verantwortung. Mit Menschen für Menschen zu arbeiten, ist eine große Herausforderung, die wir – in meinen Augen – alle brauchen.

Hier ist ein bisschen Platz zum Träumen: Welche Welt wünschen Sie sich für Ihre Kinder?
Eine Welt, in der Recht und Gerechtigkeit näher beisammen liegen; eine, in der der Kapitalismus nicht den Takt des Lebens vorgibt und schließlich eine Welt, in der Organisationsziele nicht immer nur einem ökonomischen Ziel zugeordnet werden, sondern beim Beispiel Pflege etwa der Mensch das Wichtigste ist.

Was versuchen Sie persönlich dazu beizutragen?
Ich gebe meinen Kampfgeist für das Thema Hunger mit.

Ihre Botschaft an Ihre MitstreiterInnen beim IRONMAN und die ZuseherInnen?
Ein kleiner Beitrag für eine gute Sache bewirkt viel Gutes. Im Kollektiv wird es zu einem großen Geschenk für Menschen, die es brauchen.