Ein Haus mit bewegter Geschichte und erfülltem Leben

25.06.18 / 13:31

25 Jahre Caritas-Pflegeheim Gregorhof in Bad Eisenkappel/Železna Kapla: Die Feier am Samstag zeigte deutlich, wie sehr der Gregorhof in der Gemeinde wie in der Region verankert und mit den Menschen verbunden ist.

1888 er- und 1904 zu einem Hotel umgebaut, ist der Gregorhof bis heute vielen Menschen in der Region als Kranken- und Geburtenstation im Gedächtnis geblieben, haben doch viele hier das Licht der Welt erblickt. Eine neue Seite im Geschichtsbuch des Hauses wurde 1991 aufgeschlagen, als der Pfarrer von Bad Eisenkappel/Železna Kapla Leopold Zunder mit der Idee an den damaligen Caritasdirektor Viktor Omelko herangetreten ist, hier ein Heim zu eröffnen. Bereits 1993 konnten die ersten BewohnerInnen einziehen. Pfarrer Zunder in Anlehnung an Stefan Zweig: „Wir haben damals begonnen, eine Sternstunde zu schreiben, die nun schon 25 Jahre andauert.“ – Eine bewegte Geschichte als würdiger Rahmen für ein Fest am 23. 6. 2018, an dessen Beginn ein Gottesdienst gestanden ist.

Im Rahmen der liturgischen Feier, die von Caritasdirektor Josef Marketz geleitet und von Pfarrer Zunder sowie Luka Kesedžić – Pfarrprovisor aus Gallizien – konzelebriert wurde, sprach Marketz von der Würde des Menschen in allen Lebenslagen und in jedem Lebensalter: „Jedes Leben ist nützlich und besitzt Würde – auch im Alter.“ Musikalisch wurde der Gottesdienst vom slowenischen Kirchenchor Eisenkappel/cerkveni zbor Železna Kapla unter der Leitung von Božo Hartmann umrahmt.

Die Leiterinnen des Hauses, Gabriela Micheuz (Administration) und Christine Abel-Hrovat (Pflege), konnten zahlreiche Ehrengäste begrüßen, wie den Zweiten Landtagspräsidenten und Sittersdorfs Bürgermeister Jakob Strauß sowie seitens der Gemeinde Bad Eisenkappel/Železna Kapla Bürgermeister Franz Josef Smrtnik, Vizebürgermeister Gabriel Hribar und Vizebürgermeisterin Lisa Lobnik.

2017 wurde(n) der Gregorhof von der Caritas aufwendig renoviert, BewohnerInnen- und BesucherInnenräume neu gestaltet. – Eine große Investition der Caritas, die auch der Würdigung des Standortes und der hier geleisteten Arbeit Ausdruck verleiht. Das Altenwohn- und Pflegeheim ist heute ein Zuhause mit Liebe für Menschen, die hier ihren Lebensabend verbringen. Der Gregorhof ist auch ein Beispiel dafür, was Menschen gemeinsam schaffen können. Marketz erwähnte jene Eckpfeiler für das Caritas-Heim, die einst sein Vorgänger Omelko formuliert hatte: „Die Menschen in Eisenkappel/Železna Kapla haben ein Recht auf ein wohnortnahes Haus im Alter, eine Stätte in der sie ihre Kultur und Religiosität pflegen können, ein Haus in dem viele Menschen vor Ort Arbeit finden.“

Musikalische Gäste des Festaktes waren die Kindergruppe Obirčki und die Jugendgruppe Obirteens unter der Leitung von Tanja Smrtnik-Furjan, Majda Kutschnig-Furjan und Judith Paulitsch und Thomas Nečemer als Europameister auf der Harmonika.

Das Jubiläumsfest war auch eine gute Gelegenheit, sich bei jenen zu bedanken, die mit dem Haus seit vielen Jahren und Jahrzehnten verbunden sind. Geehrt wurden:

25 Jahre MitarbeiterInnen
Gabriela Micheuz, Ernst Romano und Katharina Korotaj

10 Jahre Mitarbeiterin
Elisabeth Polainer

25 Jahre BewohnerInnen
Michaela Grohar (Hermi), Josefine Kogelnik (Fini), Walburga Sabutsch (Burgi), Annemarie Pichler, Frieda Delemeschnig, Ernst Paulitsch

Der Gregorhof ist eine Erfolgsgeschichte, die bis heute die Menschen, die in ihm und die mit ihm leben, schreiben. Ein Haus, das Geborgenheit mit Pflege der Kultur und Religiosität verbindet und ein wichtiger Dienstgeber vor Ort ist.

verfasst von Simon Trießnig