Kindergarten St. Marienheim freut sich über Umweltpreis

03.07.18 / 08:07

Foto: Markus Langer/Erzdiözese Wien

Für sein jahrelanges Engagement in Bezug auf den nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung gab es jetzt eine Auszeichnung in Wien.

33 vorbildhafte Umweltprojekte aus ganz Österreich wurden für den „Kirchlichen Umweltpreis 2018“ eingereicht, sieben davon am 18. Juni 2018 im Festsaal des Erzbischöflichen Palais in Wien tatsächlich ausgezeichnet. Unter den PreisträgerInnen befindet sich auch der Kindergarten St. Marienheim der Pfarre Klagenfurt-St. Josef-Siebenhügel. Pfarrer Pater Herbert Salzl SDB konnte mit Andrea Polzer und Annette Zengerer seitens des Kindergartens von Bischof Alois Schwarz den Preis – einen dritten Platz in der Kategorie Beschaffung und Bewirtschaftung – entgegennehmen. Die Begründung: „Das Kindergartenteam ist seit Jahren bemüht, den Kindern und Eltern durch seine Angebote und sein Tun den nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung zu zeigen.“

Die 125 Buben und Mädchen des Kindergartens erleben den wertschätzenden und nachhaltigen Umgang mit der Schöpfung Tag für Tag.

  • Sie essen abwechslungsreich: Die Lebensmittel werden saisonal und biologisch auf dem Bauernmarkt eingekauft und auch – dank einer Kräuterspirale – selbst geerntet. Eltern und Pfarrangehörige bringen zusätzlich Obst und Gemüse aus ihren Gärten. Was nicht sofort Verwendung findet, wird für den Winter eingekocht. 2013 gab es das Gütesiegel „Gesunde Küche“ der Stadt Klagenfurt.
  • Sie werden in punkto Vermeidung von Müll erzogen: Die St. Marienheim-Kinder essen von Porzellangeschirr und trinken aus Gläsern; ihre Eltern werden angehalten, die Jause nicht in Plastiksackerln oder in Alufolie mitzugeben. Geschieht das doch, dann gehen Plastik & Co zur Wiederverwendung zurück nach Hause oder finden beim Basteln Einsatz.
  • Sie erfahren Bewusstseinsbildung: Die Kinder besuchen Bauernhöfe und Imkereien, um zu erfahren, woher die Lebensmittel stammen, und sie unternehmen Ausflüge in die Natur.

Schöpfungsverantwortung wird im Kindergarten St. Marienheim aber auch vorgelebt: So wird zweimal im Jahr bei einem Flohmarkt Kinderkleidung aus zweiter Hand „gehandelt“ und getauscht. Zudem greift der Kindergarten beim Einsatz von Papier gerne auf Spenden von Firmen und Eltern zurück. Außerdem: Geputzt wird umweltfreundlich, und die Mehrzahl der MitarbeiterInnen kommt das ganze Jahr über mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Und um die Bewusstseinsbildung in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu fördern, werden auch Vorträge veranstaltet.