Grenzenlose Jugend

27.07.18 / 08:32

Die Landjugend Kärnten findet die Aktion „Hungerteller“ bestens geeignet, um über den eigenen Tellerrand zu blicken. Bei Festen und Feiern kommt der Teller in Einsatz und sensibilisiert so junge Menschen für das Thema Hunger. „Würden wir selbst leiden, wären wir froh, wenn jemand mit uns teilt.“

Dass die Landjungen Kärnten generell äußerst sportlich und geistig fit ist, zeigen die regen Teilnahmen der 86 Ortsgruppen aus ganz Kärnten an Turnieren und Wettkämpfen in ganz Österreich. „Am vergangenen Wochenende fand der Bundesentscheid Agrar- und Genussolympiade im Burgenland statt und wir konnten eine Gold-Medaille und eine Silber-Medaille mit nach Kärnten nehmen“, erklärt Ingrid Pušar, Landesleiterin der Landjungend, die stolze 3800 Mitglieder zählt. Da geht es zum Teil um sportliche Wettkämpfe, zum Teil um reines Wissen. Die meisten Mitglieder sind im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. „Es ist echt eine coole Gemeinschaft“, sagt Julia Eberhard, die Leiterin der Ortsgruppe St. Michael im Lavanttal. Sozialer Zusammenhalt wird aber nicht nur in der Vorbereitung auf Wettkämpfe gelebt: „Es geht um viel mehr. Wir sind eine richtige Gemeinschaft. Die Jugendlichen sind füreinander da, wenn es notwendig ist und einer einmal Hilfe braucht.“, so Ramona Rutrecht, Landesleiterin Stellvertreterin.

Der Blick über den eigenen Tellerrand ist also längst gelebter Alltag für die Landjugend Kärnten, die viele soziale Projekte in ganz Kärnten umsetzt. „Da passt der Hungerteller der Caritas gut dazu“, sagt Pušar. „Es ist eine coole Aktion. Wir machen sehr gerne mit. Wenn man sich vorstellt, wie leicht man eigentlich auf sieben Euro in einem Monat verzichten kann und was man damit aber bewirken kann! Da spenden wir gerne!“

So kann hungernden Menschen geholfen werden

Sieben Euro sichern die Ernährung eines Kindes einen Monat lang.
25 Euro kosten Saatgut, Werkzeug und Schulungen für KleinbäuerInnen.
70 Euro kostet Gemüsesaatgut für einen halben Hektar Ackerland.