Andacht direkt am Strand

28.09.18 / 08:13

Nichts ist unmöglich: Dank großzügiger Spenden konnten sieben BesucherInnen unserer Wohnungslosentagesstätte einen Urlaub der Freude in Italien verbringen.

Wer eine Reise macht, weiß viel zu erzählen. – So auch die sieben BesucherInnen unserer Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ in Klagenfurt, die von 14. bis 16. September 2018 gemeinsam mit Eggerheim-Leiterin Katrin Starc und Sozialarbeiterin Simone Wulz ein paar schöne Urlaubstage in Caorle verbracht haben. Es ist eine Erzählung voll Freude und mit leuchtenden Augen – von einer fröhlichen Fahrt mit einem geliehenen Neunsitzerbus in den italienischen Badeort; von schönen Bungalows der Caritas Bozen als Herberge; von langen Strandspaziergängen, bei denen viele Muscheln gesammelt wurden und etliche Füße den Weg ins erfrischende Meer fanden; von einer spannenden Erkundungstour in die 11.000-Einwohner-Stadt Caorle; von gemeinsamen Fisch-, Pizza- und Pasta-Mahlzeiten, die herrlich schmeckten; von einem lustigen Boccia-Turnier am Strand und einer Andacht um die Mittagszeit mit Caritasdirektor Josef Marketz direkt am Strand.

Rettung in der Not

„Der Inhalt der Andacht passte wie maßgeschneidert auf das Leben unserer teils noch immer wohnungslosen ReisebegleiterInnen“, erinnert sich Sozialarbeiterin Wulz an Marketz´ Botschaft: Das Leben verlaufe nicht immer auf geraden Wegen. Dennoch dürfe man sein Ziel nie aus den Augen verlieren, es gäbe immer einen Grund zum Weitermachen. Es sei keine Schande, die Hilfe anderer anzunehmen, „weil oft ist eine Hand, die einem gereicht wird, die Rettung in der Not“. Marketz hat mit Menschen in Not-Bereichsleiter Christian Eile und Schwester Grete – einer Freiwilligen des „Eggerheimes“ – die UrlauberInnen in Italien besucht.

Letzter Urlaub als Jugendlicher

„Eggerheim“-Leiterin Starc dankt im Namen aller ReiseteilnehmerInnen herzlichst für die großzügigen Spenden, die den Aufenthalt an der Adria erst ermöglichten. Das Unternehmen Oberressl & Kantz ZT-GmbH hat zum Firmenjubiläum auf Geschenke zugunsten dieser Aktion verzichtet und einen Spendenaufruf gestartet. Ein Teilnehmer, Anfang 40, schließt sich mit Tränen in den Augen dem Spenden-Dank an: „Ich war seit meiner Jugend nicht mehr auf Urlaub. Schade, dass er schon vorbei ist. Ich wäre gerne noch länger geblieben. Wenn ihr wieder wohin fahrt, nehmt mich bitte mit!“