„Das Glück hat Zeit“

13.02.19 / 14:08

Schülerinnen der Caritas-Schule für Sozialberufe in St. Andrä im Lavanttal präsentierten mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenwohn- und Pflegeheimes „Haus Elisabeth“ ein Theaterstück zum Thema Glück. Das Publikum war berührt.

Noch bevor die Schülerinnen mit den Altenheim-BewohnerInnen Arm in Arm beziehungsweise den Rollstuhl vor sich schiebend durch die weißen Flügeltüren in den Festsaal des „Haus Elisabeth“ traten, fiel der Blick auf Gummistiefel, Hobel, Abendtasche, Rennauto, Stöckelschuh, Leuchtturm & Co.: alles Utensilien, die mit Leben, Lieben und Vorlieben der Seniorinnen und Senioren zu tun hatten; mit denen die alten Frauen und Männer nicht selten Glück verbinden, wie sie den jungen Mädchen später im Dialog verrieten.

Miteinander von Alt & Jung

Alt und Jung kamen im Zuge des sogenannten Generationentheaters des Landes Kärnten und der Fachschule für Sozialberufe St. Andrä der Caritas Kärnten zusammen. SchülerInnen der 3FB-Klasse besuchten seit vergangenem Herbst regelmäßig das „Haus Elisabeth“, um mit den BewohnerInnen ins Gespräch zu kommen. Mehr noch: Mit Theatermacherin Imke Logar-Thiessen haben die Jugendlichen und elf SeniorInnen das Theaterstück „Das Glück hat Zeit“ erarbeitet. Ihnen stand Michaela Perchtold hilfreich zur Seite, die die Sozialbetreuung im „Haus Elisabeth“ leitet.

Über das Familienglück

Im Zuge der Aufführung interviewten Schülerinnen der 3FB- und 1FB-Klassen auf einfühlsame Weise die Seniorinnen und Senioren, die aus ihrem mitunter entbehrungsreichen Leben mit viel Arbeit erzählten; die über das Glück sprachen; auffallend oft über das Glück, eine Familie zu haben und gesund zu sein. Man sang gemeinsam und tanzte gemeinsam Walzer. Das Publikum – darunter Anna Moser als Senioren- und Generationenbeauftragte des Landes, Clemens Lukas Luderer als künstlerischer Leiter des Projektes „Theater der Generationen“ und Stadträtin Ina Hobel – war sichtlich berührt.

Kompetenzenschärfung

Schülerin Andrea Vallant hat das Projekt „total gut gefallen, weil wir alte Leute mit ihren Sicht- und Denkweisen kennenlernen durften und sie sich für uns interessierten“. Schulleiter Roland Lassenberger hält das Theaterspielen für wichtig, „weil die Schülerinnen und Schüler dabei ihre sprachlichen, sozialen und kreativen Kompetenzen schärfen können“. Überhaupt ist er von dem Projekt begeistert, „weil sich SchülerInnen und SeniorInnen dabei gegenseitig beschenken. Bei dieser Beobachtung geht einem das Herz auf.“

  • © Valerie Logar

  • © Valerie Logar