Wenn Glocken gegen den Hunger läuten

20.07.20 / 14:16

Wir laden am 31. Juli zum solidarischen Glockenläuten ein. Um auf den Hunger in der Welt aufmerksam zu machen, werden zur Sterbestunde Jesu – um 15 Uhr – die Glocken der katholischen Kirchen Kärntens geläutet.

Einer von neun Menschen leidet weltweit an chronischem Hunger. Um auf diesen stillen Skandal aufmerksam zu machen, läuten am Freitag, 31. Juli 2020, um 15 Uhr österreichweit die Kirchenglocken. Das Läuten - zur Sterbestunde Jesu – soll Aufmerksamkeit erregen, aber auch zum Engagement gegen Hunger aufrufen. Denn es liegt in unser aller Hand, den weltweiten Hunger zu beenden, der sich jetzt durch COVID-19 und die Ausgangsbeschränkungen noch verschärft. „In Afrika sterben mehr Menschen an Hunger als an COVID-19. Doch es gibt ein Gegenmittel. Und jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen: Etwa, indem man die Caritas mit einer Spende bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützt, Informationen weiterträgt und andere Menschen aufrüttelt! Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen den Hunger“, so Caritasdirektor Ernst Sandriesser.

Glockenläuten am Kirchturm der Stadtpfarrkirche

Kirchtürme prägen das Bild unseres Landes und sind ein sichtbares Symbol des Miteinanders. Ihr Glockenläuten begleitet unser Leben und ladet zum gemeinsamen Feiern ein. Wenn am 31. Juli 2020 zur Sterbestunde Jesu – also um 15 Uhr – die Kirchenglocken in ganz Österreich und in der Südtiroler Diözese Bozen-Brixen statt einer Minute mindestens fünf Minuten lang läuten werden, dann soll auf diese Weise hörbar auf den Hunger in der Welt aufmerksam gemacht werden. Bischof Josef Marketz: „Ich lade alle katholischen Pfarren unserer Diözese ein, ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen und die Glocken läuten zu lassen. Wir dürfen den Aufschrei der hungernden Menschen nicht ungehört lassen!“ Caritasdirektor Ernst Sandriesser und Stadtpfarrer Gerhard Simonitti werden am Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt mit Transparenten zum Engagement gegen den Hunger aufrufen. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor der Stadtpfarrkirche. Herzliche Einladung zum Kommen!

Plagen biblischen Ausmaßes

Im Mittelpunkt unserer Hungerkampagne steht Kenia, das von Plagen biblischen Ausmaßes heimgesucht wird. Heuschreckenplage, Malaria, Cholera, Überschwemmungen und jetzt auch COVID-19 – die Region Masarbit im Norden Kenias kommt nicht zur Ruhe. Die Caritas Kärnten hilft in der betroffenen Region schon seit Jahren mit mehreren erfolgreichen Projekten. Gerade jetzt ist die Not besonders groß: „Wir wissen nicht, was wir tun sollen“, so Wario Adhe, Direktor von PACIDA, der Partnerorganisation vor Ort. Bislang nicht gekannte Heuschreckenschwärme verwüsten das Land, vernichten die Vegetation und damit die lebensnotwendigen Nahrungsmittel für Menschen und Haustiere. Die Klimaveränderungen machen sich immer stärker bemerkbar – auf Dürre folgen Fluten. Zu Malaria und Cholera kommt jetzt noch die Pandemie hinzu. Auf einen Arzt kommen 63.285 Patient*innen! Immer öfter ist der Aufschrei der Menschen zu hören: Was wir brauchen, ist Essen, um zu überleben!

Jetzt helfen!

  • Mit 20 Euro sichern notwendigen Milchzusatzbrei für drei Monate für ein Kleinkind
  • Mit 50 Euro sichern Sie 10 Familien ein Hygienepaket mit Seife, Schutzmaske und Desinfektionsmittel.