Wo eine gesunde Kost mitserviert wird

11.09.20 / 17:30

Die Mitarbeiter*innen unseres „Haus Elisabeth“ in St. Andrä im Lavanttal bemühen sich nicht nur um das körperliche und seelische, sondern auch um das leibliche Wohl der Senior*innen. Seit eineinhalb Jahren kommt täglich auch ein sogenanntes „gesundes Menü“ mit Zutaten aus der Region auf den Mittagstisch. Jetzt erhielt das „Haus Elisabeth“ als erstes Pflegewohnhaus in Kärnten für die „Gesunde Küche“ das Gütesiegel vom Land.

„Jetzt ist Kürbissaison. Wir haben Prachtexemplare von Hokkaidos von der Familie Erath aus Pichling zum Backen und Kochen bekommen“, sagt Küchenleiter Zsolt Takacs. Die kalorienarmen Kürbisse, die in den Herbst- und Wintermonaten Top-Lieferanten für Vitamine und Mineralstoffe sind, finden ihren Einsatz in der Küche des „Haus Elisabeth“ in St. Andrä. Weil: „Gesunde Ernährung ist auch im Alter wichtig. Wir achten darauf beim Zubereiten der Speisen und bieten unseren Bewohnerinnen und Bewohnern neben der beliebten bodenständigen und traditionellen Küche seit Anfang des Jahres 2019 täglich auch ein Menü aus der ,gesunden Küche´ an“, so Pflegedienstleiter Michael Possegger. Ihm liegt das Wohl – auch das leibliche – der Senior*innen ebenso am Herzen wie die Regionalität der Lebensmittel und die gesunde Küche, „die ein hohes Qualitätskriterium bei unseren Bewohner*innen und auch bei uns in der Caritas sind“. 

Lob bei der Übergabe des Gütesiegels

Unser Pflegewohnhaus im Lavanttal beteiligt sich an der Initiative „Gesunde Küche“ des Landes Kärnten: mit Erfolg. Am Freitag, 11. September 2020, verlieh Landtagsabgeordnete Claudia Arpa im Beisein der St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder, Stadträtin Ina Hobel und Projektleiterin Evelyn Pototschnig (Gesundheitsreferat des Landes) in Vertretung Posseggers an die diplomierte Pflegefachkraft Mathilde Slamanig, Fachsozialbetreuerin Michaela Perchtold und Takacs das Gütesiegel „Gesunde Küche“. Landtagsabgeordnete Arpa lobte Weitsicht und Innovativität des „Haus Elisabeth“, das als erstes Pflegewohnhaus in Kärnten das Zertifikat erhielt und findet, dass man mit dem Bezug von Lebensmitteln aus der Region den richtigen Weg beschreite, denn: „In der Corona-Krise war alles, was regional war, verfügbar.“ Und Bürgermeisterin Knauder freute sich, ein Pflegewohnhaus mit gesunder Küche „in unserer Gemeinde zu wissen. Wir sind ja auch .Gesunde Gemeinde´ und unterstützen gesundheitsfördernde Maßnahmen gerne“.

Saisonale Lebensmittel aus der Region

Im „Haus Elisabeth“ legt man also großen Wert auf die Auswahl von frischen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln. Eingekauft wird, soweit möglich, direkt in Unterkärnten. Das Fleisch kommt von der Fleischerei Libiseller in St. Georgen, die Milch von der Familie Kollmann in Schönweg, Nudeln vom Wolfsberger Familienbetrieb Oswald, Semmeln und Brot von der Bäckerei Brunner in Preitenegg und Eier wie Kartoffeln vom Bauernhof Jauernig aus Jakling.

Frisch auf den Tisch

Gekocht wird frisch und viel mit Vollkornprodukten, gewürzt mit den Kräutern aus dem eigenen Garten und gesüßt mit Birkenzucker, der auch für Diabetiker*innen geeignet ist. Nicht selten kommt Fisch oder eine vegetarische Speise auf den Tisch. Bei der Zubereitung wird auf die richtige Auswahl von hochwertigen Fetten und Ölen geachtet. Das „gesunde Menü“ hat maximal 1200 Kilokalorien und wird immer öfter nachgefragt, so Küchenleiter Takacs, der von einem sechsköpfigen Team beim Kochen unterstützt wird.

Kürbissuppe & mehr

Im „Haus Elisabeth“ gibt es am Verleihungstag zu Mittag eine Kürbiscremesuppe, Vollkornnudeln mit Sauce, Salat und ein selbstgemachtes Pfirsichkompott. „Mmh, das schmeckt gut“, findet ein gesundheitsbewusster Bewohner.