Eine große Portion Selbstbestimmung

15.10.20 / 16:20

Unser „Caritas. Team Lebensgestaltung“ freut sich über die sogenannte Selbstvertretung seiner Klient*innen an den Standorten in Friesach, Althofen, Globasnitz/Globasnica und Eberndorf/Dobrla vas. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr treten Menschen mit Behinderung – mit Assistenz von Caritas-Mitarbeiter*innen – selbst für ihre Anliegen ein. Jetzt stellte sich das engagierte Team in der Caritas-Zentrale in Klagenfurt Behindertenanwältin Isabella Scheiflinger und Caritasdirektor Ernst Sandriesser vor.

Vier Werkstätten, fünf Wohnhäuser und teilbetreute Wohngemeinschaften in Kärnten sowie ein Herzenswunsch unserer Mitarbeiter*innen, der Schritt für Schritt in Erfüllung geht: nämlich, dass die Frauen und Männer mit Behinderungen selbstbestimmt den Alltag leben. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr gibt es die sogenannte Selbstvertretung im „Caritas. Team Lebensgestaltung“. Das heißt, dass in der jeweiligen Einrichtung ein Sprecher oder eine Sprecherin die Wünsche, Beschwerden und Anliegen der Kolleg*innen vertritt. Assistenz erhalten die Selbstvertreter*innen von unseren Mitarbeiter*innen.

Vielfältige Aufgaben

Das gesamte Team stellte sich mit seinem Hauptvertreter Rudi Kauder im Beisein der zuständigen Bereichsleiterin Erna Petek am 14. Oktober 2020 selbstbewusst und diskussionsfreudig Caritasdirektor Ernst Sandriesser und Kärntens Behindertenanwältin Isabella Scheiflinger vor. Es berichtete von seinen Aufgaben – als Interessenvertreter*innen an (öffentlichen) Sitzungen teilzunehmen, Schulungen zu besuchen und Feste wie Ausflüge zu organisieren. Außerdem redet man bei Bewerbungsgesprächen von neuen Betreuer*innen mit und versucht, die Wünsche der Kolleg*innen mit der Bereichsleitung umzusetzen.

Behindertenanwältin lädt zu Austausch

Scheiflinger gratulierte den Selbstvertreter*innen. „Ihnen ein riesengroßes Kompliment für die Ausarbeitung des Konzeptes zur Selbstvertretung und für die Präsentation. Es hat mich sehr beeindruckt, wo Sie mitsprechen und mitentscheiden können“, sagte die Behindertenanwältin des Landes, um dann das gesamte Team zu einem Austausch „zum gegenseitigen Lernen“ ein- bis zweimal jährlich einzuladen.

Ähnliche Aufgaben & eine Erkenntnis

Auch unser Direktor dankte den Selbstvertreter*innen und ihren Assisten*innen für die geleistete Arbeit. Sandriesser, überrascht: „Auch ich als Direktor nehme an öffentlichen Sitzungen teil und rede mit den Bereichsleiter*innen. Wir haben fast die gleichen Aufgabenfelder. Auch die Arbeitsmaterialien sind ähnlich.“ Petek ist stolz auf die Selbstvertreter*innen und ihre Mitarbeiter*innen: „Ob wir alles, was wir uns vorgenommen haben, auch erreichen und leben können, bleibt abzuwarten. Wir sind nicht perfekt, aber wir sind sehr bemüht!“