Nähen für die Nächsten

14.05.20 / 09:26

Als es im März und April in unseren (Pflege-)Einrichtungen einen akuten Mangel an Mund-Nasenschutz-Masken gegeben hat, wandte sich Caritasdirektor Ernst Sandriesser mit der Bitte an Freiwillige in ganz Kärnten, Masken zu schneidern. Landauf, landab engagierten sich viele Näher*innen – allen voran die Klosterschwestern aus Wernberg und eine Frauenrunde aus Landskron. Wir sagen herzlichen Dank!

 

„Wir haben früher alles selbst genäht. Deshalb gab es zum Glück noch genügend Stoff und Gummibänder“, erzählt Schwester Marcella, die einst bei der Caritas im Referat für Altenarbeit tätig war. Im Wissen darum, dass die „Missionsschwestern vom Kostbaren Blut“ im Kloster Wernberg versierte Näherinnen sind, hatte sich Kärntens Caritasdirektor Ernst Sandriesser mit der Bitte um Hilfe bei der Schutzmaskenproduktion an Provinzoberin Schwester Pallotti Findenig CAP gewandt. Nach einer Inspektion der Vorräte durch sie und ihre Mitschwestern ging es an die Nähmaschinen. Unter der Anleitung der erfahrenen Schneiderinnen Schwester Hemma und Schwester Emma sind allein an den ersten beiden Tagen 100 Schutzmasken aus feiner, aber dicht gewebter Baumwolle entstanden.

„Da helfen wir!“

Auch Agnes Krenn, Manuela Panebianco und Freundinnen aus Landskron haben für die Caritas genäht – beeindruckende 646 Mund-Nasenschutz-Masken.  „Ich nähe wahnsinnig gerne, mache das schon mein ganzes Leben lang“, sagt Krenn. Sie ist Pfarrgemeinderatsmitglied der Pfarre Maria Landskron und Gründerin einer ehrenamtlichen Näh-Initiative, die sich für Kinder in Uganda engagiert. Als Krenn von Schwester Pallotti vom akuten Mund-Nasenschutz-Mangel der Caritas erfuhr, war für sie klar: „Da helfen wir! Wir verfügen ja über ein riesiges Stofflager und über genügend Bänder, die wir aus alten T-Shirts hergestellt haben.“  Diesen schönen Beispielen der Hilfe sind viele fleißige Näher*innen – unter ihnen die Katholische Frauenbewegung und neben etlichen Privatpersonen auch vier Frauen aus dem Bezirk Spittal (850 Masken) – gefolgt. Die Handelsangestellte und freiwillige Lernhelferin Birgit Kautschitsch aus Villach hat kurzerhand ihre Küche zu einer Nähstube umfunktioniert und 150 bunte Masken geschneidert. Der Löwenanteil geht an die Villacher Lerncafés. „Es liegt mir am Herzen, dass die Lerncafé-Kinder mit den bunten Masken weitgehend sicher und geschützt ab 18. Mai wieder den Schulalltag genießen können.“

Vergelt´s Gott für 3000 Masken

Und Tag für Tag werden es mehr: Mit Stichtag 13. Mai 2020 freut sich die Caritas Kärnten über rund 3000 Mund-Nasenschutz-Masken, die viele fleißige Näher*innen aus ganz Kärnten für Einrichtungen der Hilfsorganisation geschneidert haben. Caritasdirektor Ernst Sandriesser dankt herzlich für das große Engagement und
bittet um weitere Masken: „Schon jetzt ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Näherinnen und Näher.“

  • Agnes Krenn und Manuela Panebianco

    Agnes Krenn und Manuela Panebianco

  • Näherinnen Kloster Wernberg

    Näherinnen Kloster Wernberg

  • Birgit Kautschitsch

    Birgit Kautschitsch