Hilfe für südsudanesische Flüchtlinge - Uganda/Adjumani und Moyo

Die Caritas unterstützt insgesamt 19.576 südsudanesische Flüchtlinge sowie die einheimische Bevölkerung im Pagirinya Camp und Palorinya Camp im Norden Ugandas.

Im Südsudan tobt seit Jahren ein grausamer Bürgerkrieg, beinahe ein Drittel der Bevölkerung musste ihre Heimatdörfer verlassen. Über eine Million südsudanesische Flüchtlinge haben im Nachbarland Uganda Zuflucht gefunden, unter anderem im Pagirinya Camp in Adjumani und im Palorinya Camp in Moyo im Norden Ugandas.

Allein diese zwei Flüchtlingscamps beherbergen über 200.000 Flüchtlinge, die dort ein sicheres neues Zuhause gefunden haben. Die Menschen sind traumatisiert, viele haben durch den Krieg Familienangehörige verloren und mussten ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen.

Unterstützung von Flüchtlingen

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen GLRA (German Leprosy Relief Association) und der Caritas Gulu unterstützt die Caritas in einem von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit kofinanzierten Projekt Flüchtlinge und die einheimische Bevölkerung mit verschiedenen Aktivitäten.

In erster Linie werden notwendige Hilfspakete an Familien verteilt, v.a. Hygieneartikel, aber auch Geschirr oder Moskitonetze. Gemäß den Vorgaben der ugandischen Regierung unterstützt die Caritas auch die einheimische ugandische Bevölkerung – 30 Prozent der Begünstigten dieses Projektes sind in der Region, die die Flüchtlinge aufgenommen hat, beheimatet.

Für Flüchtlinge mit einer Behinderung ist die Situation kaum bewältigbar. Deswegen wird ein besonderes Augenmerk auf diese Menschen gelegt. Um verschiedenste Behinderungen bei den Flüchtlingen zu erkennen, die Familien zu unterstützen und weitere Hilfe anzubieten, werden Menschen entsprechend ausgebildet.

Landwirtschaft zur Selbsthilfe

Der ugandische Staat stellt den Flüchtlingsfamilien, die nicht an eine Rückkehr in die noch immer umkämpften Gebiete denken können, ein Stück Land zur Verfügung. Die Caritas finanziert für einen Teil der Flüchtlinge eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung in einer landwirtschaftlichen Schule in der Region. Nach erfolgreicher Ausbildung bekommen die Familien Starthilfe, um sich selbst versorgen zu können. Diese Hilfe umfasst Saatgut, landwirtschaftliches Gerät, Bewässerungspumpen oder auch Kleintiere zur Tierhaltung. Des Weiteren werden Energiesparöfen an Familien ausgegeben und Trainings abgehalten.

Die einheimische Bevölkerung hat die Flüchtlinge sehr gut aufgenommen

Die Bevölkerung hat die Flüchtlinge sehr gut aufgenommen und das ist nicht selbstverständlich, denn Uganda selbst ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Unterstützung der einheimischen Bevölkerung ist sehr wichtig - auch um das weitere konfliktfreie Zusammenleben der Einheimischen- und der Flüchtlingsbevölkerung zu sichern.

Hilfe für jene, die sie brauchen

Bei einem der ersten Projektbesuche im Moyo Camp im Oktober wurde Barbara Batesaki, die Leiterin der Partnerorganisation GLRA, von einer Frau angesprochen, deren Mutter eine Behinderung hat. Barbara Batesaki: „Gerade Menschen mit Behinderung sind die ärmsten unter den Flüchtlingen. Nur sehr wenige kümmern sich um sie. Daher sind die Angehörigen so froh, wenn endlich jemand kommt, um sie zu unterstützen“.

  • Registrierung von Bedürftigen

  • Trainings für Frauen

  • Die Caritas bei der Verteilung von Hilfspaketen

  • Die Caritas bei der Verteilung von Hilfspaketen

  • Die Caritas bei der Verteilung von Hilfspaketen

  • Die Caritas bei der Verteilung von Hilfspaketen

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