Dürre in Kenia 2019

Im Kenia kommt es wiederholt zu dürrebedingten Hungerkrisen. Besonders seit der Hungerkrise 2017 unterstützt die Caritas hier Bedürftige mit Akut- und Aufbauhilfe, vorrangig in Marsabit, einer der am stärksten betroffenen Regionen im Norden des Landes. Nun bahnt sich seit Frühling 2019 erneut eine Hungerkrise an, und Wasser- und Lebensmittelversorgung werden benötigt.

In Marsabit leben Nomaden, deren Lebensweise von der Viehwirtschaft geprägt ist. Sie ziehen mit ihren Tieren von Weidefläche zu Weidefläche, von einer Wasserstelle zur nächsten. Wasser bedeutet Leben für Tier und Mensch. Mit dem Sterben ihrer Tiere während der Dürrekrise 2017 büßten viele Nomaden ihre Lebensgrundlage ein. Denn die Tiere geben nicht nur Milch und Fleisch, sondern sind oft auch die einzige Einkommensquelle der Familien. Am Höhepunkt der Krise 2017 half die Caritas mit Nahrungsmittellieferungen und Wasserversorgung. 2018 standen Investitionen in die lokale Schulinfrastruktur und die Verteilungen von Nutztieren an die von der Dürre am stärksten betroffenen Familien im Vordergrund, damit wieder eine neue Lebensgrundlage aufgebaut werden kann.

Nun berichtet die lokale Projektpartner-Organisation PACIDA, dass die bisherigen Regenfälle 2019 nicht ausreichen werden und sich erneut eine Hungerkrise anbahnt. Die Entfernungen, die Mensch und Tier zu Wasserstellen zurücklegen müssen, werden wieder länger. Die Mahlzeiten, die täglich eingenommen werden können, werden wieder weniger.

Um hier rasch akut zu helfen, will die Caritas 40.000 Euro zur Verfügung stellen:

  • 2700 Personen erhalten 25 Tage lang je 7,5 Liter Wasser. Dies deckt den täglichen Bedarf zum Trinken, Kochen und für persönliche Hygiene.
  • 1500 Personen erhalten Grundnahrungsmittel für einen Monat.
  • 2 Wasser-Bohrlöcher werden vermessen, um erste Schritte für bessere Wasserversorgung für die Zukunft zu ermöglichen

Projektbeschreibung