Freiwilliger aus dem Caritas: Team Lebensgstaltung spielt mit einer Bewohnerin im St. Hemma-Haus ein Brettspiel.

Markus bei einem seiner Besuche im St. Hemma-Haus: „Mir gefällt es, Geschichten von früher zu hören, die mir die Bewohnerinnen und Bewohner erzählen.“ © Caritas/Johannes Leitner

Inklusion, die berührt und Engagement, das verbindet

Wir setzen mit unserem Pilotprojekt für inklusives Freiwilligen-Engagement neue Impulse für Teilhabe, gelebte Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Menschen mit Behinderungen aus dem Caritas: Team Lebensgestaltung engagieren sich als Freiwillige im Pflegewohnhaus St. Hemma-Haus in Friesach – mit bemerkenswert positiven Auswirkungen für alle Beteiligten.

Markus, Klient und Freiwilliger der Werkstatt Veronika des Caritas: Team Lebensgestaltung, kommt einmal wöchentlich für eine Stunde zu Besuch in unser Pflegewohnhaus „St. Hemma-Haus“ in Friesach. „Mir gefällt es, Geschichten von früher zu hören, die mir die Bewohnerinnen und Bewohner erzählen. Oft spielen wir Brettspiele oder gehen in den Garten“, sagt er. 

Seit Oktober 2025 arbeitet unsere Abteilung Gesellschaftliches Engagement & Zivilcourage sowie das Caritas: Team Lebensgestaltung im Rahmen eines neuen Projekts daran, Menschen mit Behinderungen in die Freiwilligenarbeit einzubinden. Im Jänner 2026 begann die praktische Umsetzung. Seither engagieren sich vier Freiwillige aus der Werkstatt Martin und der Werkstatt Veronika – unterstützt von den Fachkräften des Caritas: Team Lebensgestaltung – regelmäßig im Pflegewohnhaus St. Hemma-Haus in Friesach.

Ein Projekt, das Lernen, Begegnung und Inklusion verbindet

Das Projekt schafft neue Erfahrungsräume:

  • Freiwillige übernehmen kleine, aber bedeutsame Besuchsdienste.
  • Bewohner*innen profitieren von zusätzlichen sozialen Kontakten.
  • Generationen kommen miteinander ins Gespräch.
  • Die Freiwilligen sammeln wertvolle Lernerfahrungen in Form von sozialer Verantwortung, Selbstbestimmung und persönlichem Wachstum.

Positive Zwischenbilanz

Nach drei Monaten fällt die Bilanz klar positiv aus: Das Pilotprojekt zeigt, wie Inklusion in der Freiwilligenarbeit erfolgreich gelebt werden kann. Romy Strmcnik, unsere Bereichsleiterin „Menschen mit Behinderung“, sagt erfreut: „Die Atmosphäre unter den Mitwirkenden ist durch Authentizität, Respekt und gegenseitige Wertschätzung geprägt. Das inklusive Freiwilligen-Engagement verbindet als gelungenes Modell wirksam Bildung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ 

„Vielfalt stärkt das Miteinander“

Die positiven Projekt-Erfahrungen bestärken uns darin, „inklusive Engagement-Möglichkeiten weiter aus- und Barrieren konsequent abzubauen“, wie Theresa Kranabetter von der Servicestelle für Freiwilliges Engagement sagt. Für sie stärkt Vielfalt das Miteinander. Kranabetter weiter: „Das ist für uns nicht nur ein Projekt, sondern ein wichtiges Stück gelebte Inklusion. Unser Ziel ist es, ein Freiwilliges Engagement zu ermöglichen, das niemanden ausschließt, weil jede und jeder, die*der sich engagieren möchte, auch die Möglichkeit dazu haben soll.“

Mitmachen leicht gemacht

Jede*r, die*der sich gerne engagieren möchte, ist zur Mitarbeit beziehungsweise zu einem unverbindlichen Erstgespräch herzlich eingeladen. Kontakt: freiwillig(at)caritas-kaernten.at; Telefon 0463/555 60-921