Kenia

Nairobi hat rund 3,5 Millionen Einwohner. Allein in den Slums und slumähnlichen Gebieten leben mehr als die Hälfte der Einwohner Nairobis, das sind rund zwei Millionen Menschen. Im Slum Korogocho befinden sich etwa 120.000 Menschen auf einem Quadratkilometer. Nairobis informelle Siedlungen wurden von der Politik lange Zeit nicht zur Kenntnis genommen und blieben damit von der Stadtentwicklung ausgeschlossen. Es wurden keine Wasser- und Stromleitungen gelegt und keine Straßen gebaut. Mehr als 75 Prozent der Bevölkerung in den Slums sind jünger als 30 Jahre.

Das Leben im Slum ist geprägt von Armut, ständiger Nahrungsmittelknappheit, Beschäftigungslosigkeit und fehlender Infrastruktur. Es gibt zu wenig Schulen, kein funktionierendes Gesundheitssystem, fehlende Abwassersysteme und generell unzumutbare Hygienebedingungen. Die Folgen dieser Rahmenbedingungen für die Menschen sind Gewalt, Drogen, Prostitution, Alkoholismus, Kriminalität und Krankheit.

Dürre, Flut und Heuschrecken in Kenia

In Kenia kommt es wiederholt zu Hungerkrisen auf Grund von verschiedenen Naturkatastrophen. Besonders seit der dürrebedingten Hungerkrise 2017 unterstützt die Caritas hier Bedürftige mit Akut- und Aufbauhilfe, vorrangig in Marsabit, einer der am stärksten betroffenen Regionen im Norden des Landes. 2019 führte eine Dürre erneut zu weit verbreiteter Unterernährung, insbesondere bei Kindern, und am Ende des Jahres Starkregenereignisse zu...

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Verteilung von Ziegen und Schafen - Kenia/Marsabit

Neue Nutztiere für Burgabo. Nach der Dürre 2017 verteilt die Caritas Kärnten in Kooperation mit unserem lokalen Partner Pastoralist Community Initiative and Development Assistance (PACIDA) Schafe und Ziegen an die betroffenen Familien.

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Wie funktioniert eine Essensverteilung für 5.000 Menschen?

Eine Nahrungsmittelverteilung für mehrere tausend Menschen während einer Hungersnot ist eine Herausforderung auf viele Ebenen. Woher bekommt man die Lebensmittel? Wer bekommt die ersten Pakete? Und wie können humanitäre HelferInnen effektive und effiziente Hilfe leisten?

Ein Bericht aus Kenia von unserem Auslandshelfer Raphael Thurn gibt Antworten auf diese Fragen

Danke für Ihre Spenden

Seit 2006 unterstützen wir verschiedene Projekte in den Slums von Nairobi. Tausenden Menschen konnten wir dadurch direkt oder indirekt helfen.