Als die Erde vor 50 Jahren in Friaul bebte, waren wir mit Hilfe für die verzweifelten Menschen schnell zur Stelle. Gleichzeitig schlug die Geburtsstunde ihrer Auslandshilfe.
„Für uns Friulaner*innen war es ein traumatisches Erlebnis.“ So beginnt die Erinnerung von Sara Berra aus dem kleinen Dorf Vallemontana, einem Ortsteil der Gemeinde Nimis/Udine, an das verheerende Erdbeben vom 6. Mai 1976, das ihr Leben und das einer ganzen Region für immer veränderte. Sie war damals erst drei Jahre alt. Und dennoch ist der Hauch einer Erinnerung geblieben: an die ersten Nächte im Auto, Monate in Zelten, viele Kinder, die eng beieinander lebten. Vieles kennt sie aus den Erzählungen ihrer Eltern. Die Auswirkungen des Bebens prägten Sara Berras Kindheit nachhaltig.
