Bosnien-Herzegowina

Jahre nach dem Dayton-Friedensabkommen (1995) ist Bosnien und Herzegowina auch weiterhin von politischer und wirtschaftlicher Instabilität gekennzeichnet. Der Krieg in BiH hat viel Leid, Elend und Verarmung der Bevölkerung mit sich gebracht. Die Nachwirkungen sind bis heute spürbar, und die Situation im Land ist noch immer von Spannungen zwischen den drei Volksgruppen Bosniaken, Kroaten und Serben geprägt.

Auch die Überschwemmungen im Mai 2014 wirkten sich negativ auf das sowieso niedrige Wirtschaftswachstum aus und führten zu Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Korruption, ein aufgeblähter Verwaltungsapparat, der den Großteil der Steuergelder frisst, komplizierte Bürokratie und aufblühende Nationalismen machen der Bevölkerung zusätzlich zu schaffen.

Armut und fehlende Perspektiven

Die schlechte Wirtschaftslage in Bosnien und Herzegowina und die hohe Arbeitslosigkeit treffen die Jugendlichen (15-24 Jährigen) mit über 60 Prozent besonders. Das Gesundheitssystem leidet unter der Abwanderung von Ärzten und medizinischem Pflegepersonal. Mehr und mehr junge und gut ausgebildete BosnierInnen verlassen ihr Land, weil sie nicht an eine Verbesserung der Lebensbedingungen glauben.

Zurück bleiben die älteren Menschen. Die Durchschnittsrente beträgt 188,00 Euro. Rund 80 Prozent der PenisonistInnen leben in Armut und 40 Prozent sogar in extremer Armut.

Ein kleines Suppen-Wunder - Bosnien-Herzegowina/Sarajevo

Für Menschen in akuter Not ist die Suppenküche der Caritas in der bosnischen Hauptstadt oft die einzige Möglichkeit, an Nahrung zu kommen.

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