Auftrag und Philosophie

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Jedes Kind ist einzigartig und wunderbar und mit nichts zu vergleichen. Wir sehen die Kinder als Geschöpfe Gottes an, denen wir in der pädagogischen Verantwortung mit Liebe und Achtung begegnen.

Die Kindheit ist eine sehr sensible Phase des Lebens, in der der Mensch am meisten lernt. Hier können Samenkörner gesät werden, die später gut geerntet werden können. In der Kindheit werden Tore geöffnet oder Türen geschlossen. Aus diesem Grunde sind alle an der Erziehung Beteiligten gefordert, eine abwechslungsreiche und entwicklungsfördernde Atmosphäre zu schaffen, in der sich ein Kind gesund und ganzheitlich entfalten kann.

In unseren katholisch-kirchlichen Kinderbildungseinrichtungen ist die religiös-ethische Bildung ein wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit, denn das Bildungsjahr ist geprägt von religiösen Festen, Ritualen und Feiern. Wir sind offen für unterschiedliche Religionen sowie Kulturen und leben dennoch die christlichen Grundüberzeugungen und unseren Glauben.

In unseren Einrichtungen ist jeder Mensch sehr herzlich willkommen. Die Verschiedenheit von Menschen und Kulturen sehen wir als Bereicherung und im täglichen Miteinander pflegen wir einen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander.

Die Kinder sollen erfahren, dass sie von Grund auf angenommen und geliebt sind. Eine bedarfsgerechte Bildung und Erziehung der Kinder liegt uns sehr am Herzen. Im Fokus steht, die besten Startchancen für Kinder zu gewährleisten, denn Bildung beugt Armut vor.

Unsere Philosophie im Bezug auf

Es gibt nichts, das höher, stärker, gesünder und nützlicher für das Leben wäre, als eine gute Erinnerung aus der Kindheit.

Fjodor Michailowitsch Dostojewski,
russischer Schriftsteller

Unsere Standorte

Wir sind an allen Standorten bemüht, die Interessen und Bedürfnisse der Kinder zu erkennen. Jedes Kind wird mit all seinen Stärken sowie Begabungen/Talenten und Schwächen ernst genommen und bei seinen Entwicklungsschritten unterstützt und begleitet. Eines der wichtigsten Ziele ist, dass sich das Kind wohl fühlt, denn eine stabile Bindung ist die Voraussetzung für eine altersgerechte Bildung!

Die Bildungspartnerschaft mit den Eltern und/oder Obsorgeberechtigten ist ein wesentlicher Baustein für eine gelingende Begleitung kindlicher Bildungsprozesse. Eine optimale Bildung, Betreuung und Versorgung des Kindes setzt eine Vertrauensbasis zwischen Eltern und dem pädagogischen Personal voraus. Dazu ist es wichtig, die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen kennen zu lernen und die verschiedenen Wertesysteme von Familie und Bildungseinrichtung abzugleichen. Aus diesem Grunde sind die Pädagog*innen bemüht, den familiären Alltag des Kindes zu erfassen und den Eltern den betrieblichen Alltag näher zu bringen. Diesbezüglich bieten wir standardmäßig Entwicklungsgespräche an. Gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten bzw. Obsorgeberechtigten möchten sich die Pädagog*innen über die Beobachtungen im pädagogischen Alltag und die Entwicklung des Kindes unterhalten, austauschen und beraten.

Unsere Mitarbeiter*innen

Unsere Mitarbeiter*innen sehen sich als Entwicklungsbegleiter*innen, orientieren sich an verschiedenen pädagogischen Strömungen und integrieren pädagogische Konzepte, wie unter anderem die Emmi-Pikler-Pädagogik, Montessoripädagogik, Reggiopädagogik, Waldorfpädagogik, in der täglichen Arbeit mit den Kindern.

Zwei Mädchen mit Kochschütze und Küchenmütze stehen vor einem schön angerichteten Tisch mit geschnittenen Äpfeln, Vollkorn-Semmeln und Spießen aus Gemüse, Schinken und Käse.

Essen und Ausspeisung

Auf frische, saisonale und ausgewogene sowie gesunde Ernährung legen wir großen Wert. Auf regionale Ressourcen wird in den hauseigenen Küchen.

In unseren Einrichtungen bieten wir unterschiedliche Verpflegungsmodelle an:

  • Essenszulieferung hauptsächlich durch Lieferanten, die mit dem Zertifikat "Gesunde Küche" vom Land Kärnten ausgezeichnet wurden
  • Einrichtungen, in denen das Essen täglich frisch durch ausgebildetes Personal vor Ort zubereitet wird

Gesundheitsfördernde Ernährung in einer wohltuenden Atmosphäre

Wir legen besonders großen Wert darauf, dass der Esstisch nicht zum Stresstisch wird. In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, in der gemeinsame Mahlzeiten in den Familien keine Selbstverständlichkeit mehr sind, bietet die Kinderbildungseinrichtung viele Möglichkeiten und Chancen zur bewussten Lebensmittelauswahl sowie zur Einflussnahme auf Ess- und Tischkultur. Was gegessen und getrunken wird, hat Einfluss auf die Gesundheit. Gesundheit steht immer im engen Zusammenhang mit dem Wohlbefinden sowie mit der Lern- und Bildungsfähigkeit von Kindern. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass die Kinder den ganzen Tag über den Zugang zu Flüssigkeit haben.

Mittagessen als Chance, um Gemeinschaft zu erleben und zu stärken

Tischgespräche während der Essenszeit sind erwünscht, denn Mahlzeiten sind Gesprächszeiten höchster Priorität. Essen und Trinken sollen als Chance zum Dialog gesehen werden und gehören zur Tischkultur.

Ebenso zählt das gemeinsame Sprechen eines Tischgebetes zu einem zentralen Bestandteil der Tischgemeinschaft in den katholisch-kirchlichen Kinderbildungseinrichtungen.

Mahlzeiten sind pädagogische Arbeitszeiten. Forschungsergebnisse zeigen, dass gemeinsames Essen eine ansteckende Wirkung/Vorbildwirkung hat.

Förderung von Selbständigkeit und Selbstbestimmung in einer wichtigen Entwicklungsphase

Im Rahmen den Essenssituationen sollen die Kinder ausreichend Zeit und eine angenehme Raumatmosphäre vorfinden, denn Essen setzt ein hohes Sicherheitsgefühl voraus. Es ist uns sehr wichtig, dass den Kindern Porzellangeschirr, Gläser und vollständiges Besteck und Servietten zur Verfügung gestellt werden. Um die Umwelt zu schonen, möchten wir uns in Zukunft von Plastikgeschirr aller Art verabschieden.

In unseren Betrieben gilt die Grundregel, dass im Zusammenhang mit Essen kein Zwang herrschen soll. Die MitarbeiterInnen entscheiden, was auf den Tisch kommt. Das Kind entscheidet, ob und wie viel es davon isst. Erwachsene sollen auf die Fähigkeit des Kindes zur Selbstregulation vertrauen.

Die Kinder sollen in diesem wichtigen sozialen Akt im Tagesablauf teilhaben dürfen, indem sie zum Beispiel gemeinsam den Einkauf erledigen, Speisen gemeinsam zubereiten, helfen, den Tisch zu decken, abräumen, Speisen selbständig anrichten uvm. Hierbei lernen die Kinder selbständig zu arbeiten und Pflichten zu übernehmen.

Auf dem Boden sind bunte Tücher ausgebreitet in dem Murmeln liegen, auf den Tüchern liegen drei Buben, die mit diesen Murmeln spielen.

Traum- und Entspannungsstunde

Wir schaffen Entspannungsmöglichkeiten, die über den Mittagsschlaf hinausgehen.

Für Kinder ist der Kindergarten ein Ort, an dem sie Erfahrungen mit Entspannungsmethoden und Ruheritualen machen. Umso wichtiger ist es, dass sie diese positiv und als Gewinn erleben, da hier die Grundlage für ein späteres gesundheitsförderliches Verhalten gelegt wird.

In unseren Kinderbildungseinrichtungen ist es wichtig, dass die Kinder im Gruppenraum einen Rückzugsort/eine Entspannungsinsel vorfinden. So haben die Kinder im Laufe des Vormittages die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und einem ruhigen, entspannten Angebot nachzugehen. Damit die Kinder die vielen Eindrücke des Vormittags verarbeiten können, bieten wir in unseren Kinderbildungseinrichtungen nach dem Mittagessen die sogenannte „Traum- und Entspannungsstunde“ an.

Ziel der Traum- und Entspannungsstunde ist es, den Kindern in einer entspannten, kindgerecht gestalteten Atmosphäre Entspannungsmöglichkeiten zu vermitteln. Das Schlafen bzw. Einschlafen steht dabei im Hintergrund.

Berücksichtigen und Ernstnehmen von unterschiedlichen Entspannungsbedürfnissen

Jedes Kind kommt mit individuellen Schlafgewohnheiten in unsere Einrichtungen. Zum Mittagsschlaf wird kein Kind gezwungen. Das funktioniert in der Regel ohnehin nicht, denn auch Kinder haben einen biologischen Rhythmus.

Ein Junge sitzt mit einer Toilettenhilfe auf dieser und ein Mädchen steht daneben mit einer Windel in der Hand.

Sauberkeitsentwicklung

Wir begleiten Kinder ganzheitlich, dies schließt auch die Sauberkeitsentwicklung ein.

Jedes Kind ist einzigartig und die Entwicklung eines jeden Kindes verläuft individuell. Den Auftrag unserer Kinderbildungseinrichtungen sehen wir darin, die Individualität und die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt der täglichen pädagogischen Arbeit zu stellen und sie ganzheitlich zu begleiten.

Daher wird die Aufnahme eines Kindes nicht von der Sauberkeitsentwicklung abhängig gemacht.

Bestmögliche Unterstützung von Eltern in der Entwicklungsförderung von Kindern

Wir, katholisch-kirchliche Betriebe, verstehen uns als bildungs- und familienbegleitende Einrichtungen und unterstützen die Eltern und ihre Kinder gerne bei diesem Entwicklungsschritt. Eltern von betroffenen Kindern erhalten beim Anmeldegespräch im Bedarfsfall einen Leitfaden, der von Leiterinnen/Führungskräften aus unterschiedlichen katholisch-kirchlichen Kinderbildungseinrichtungen gemeinsam erarbeitet wurde. Dieser Leitfaden soll die Eltern und Kinder bei diesem besonders sensiblen Entwicklungsschritt unterstützen und helfen, diesen Schritt ohne Zeitdruck zu bewältigen. Denn Fakt ist: Dieser Reifungsprozess kann nicht durch Training oder Druck beschleunigt werden.

Wertschätzender Umgang mit ALLEN Kindern

Unsere MitarbeiterInnen begegnen den Kindern wertschätzend sowie einfühlsam. Jedes Kind wird so angenommen wie es ist – mit und ohne Windeln. Denn eine positive Sauberkeitsentwicklung trägt zur Bildung einer gesunden und vor allem stabilen Persönlichkeit des Kindes bei.