„Anadi hilft“ Eggerheim und Lerncafé

Die Anadi-Bank stellt im Rahmen einer großen Sozialaktion 100.000 Euro für sieben Projekte in Kärnten zur Verfügung, sammelt Spenden und verdoppelt das Geld. Wir sind mit unserer Wohnungslosentagesstätte und dem Lerncafé Siebenhügel in Klagenfurt mit dabei.

Dutzende den Menschen dienende Projekte wurden für die Sozialaktion der Anadi-Bank eingereicht, für sieben hat sich die Jury letztendlich entschieden, darunter unser „Eggerheim“ und unser Lerncafé Siebenhügel in Klagenfurt. Anadi-Projektleiter Cesare Lino schätzt die Projekte, da sie zukunftsorientiert, nachhaltig und langfristig seien. Die Kronen Zeitung stellt die Projekte nicht nur ausführlich in einer Serie vor, sondern sammelt unter dem Motto „Anadi hilft“ auch Spenden dafür, die die Bank verdoppelt. CEO Anadi Christian Kubitschek sieht in der Unterstützung von Menschen in Not „gerade in dieser Zeit eine moralische Verpflichtung“. Deshalb setze Anadi ein Zeichen der Solidarität.

„Das Eggerheim ist meine zweite Heimat“

Kindheit und Leben von Leo (70) aus Klagenfurt waren steinig. Der Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin hat ihn endgültig aus der Bahn geworfen und der Alkohol ihn in die Obdachlosigkeit gebracht. Der alleinstehende Mann lebte in einer Tiefgarage und in Abbruchhäusern, bis er in unsere Wohnungslosentagesstätte kam. Im „Eggerheim“ fand er wieder ein Zuhause. Obwohl er eine Wohnung hat, kommt Leo dennoch täglich ins „Eggerheim“.

In unserer Wohnungslosentagesstätte finden Menschen wie Leo einen Platz zum Aufwärmen, zum Duschen und Wäsche waschen, vor allem aber menschliche Zuwendung. Leo traf hier Mitarbeiter*innen wie Katrin Starc, die Leiterin des „Eggerheimes“, die sich mit ihrem Team um ihn kümmert. Er bekam eine warme Mahlzeit, Kleidung und Unterstützung bei der Wohnungssuche. Auch wenn Leo heute in einer kleinen Wohnung lebt, kommt er noch immer täglich in die Wohnungslosentagesstätte, denn: „Um acht Uhr, sobald sie aufsperrt, bin ich da. Was soll ich allein daheim? Das ist langweilig!“ Im „Eggerheim“ hingegen trifft er Freund*innen und Bekannte und erhält weiterhin die Hilfe, die er braucht. Hier bekommt er sein Mittagessen, Lebensmittel und Kleidung. Hier wird der alleinstehende Mann sozialarbeiterisch betreut. Im „Eggerheim“ hat er auch sein Konto. Die Mitarbeiter*innen – „ein Traumteam“ – regeln seine Finanzen. „Das ist gut so. Ich hole mir die Pension kleinweise, damit sie für den ganzen Monat reicht.“

Wo mit Freude fürs Leben gelernt wird

Im Lerncafé Siebenhügel in Klagenfurt erhalten Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren kostenlose Nachhilfe und Nachmittagsbetreuung. Unter der Leitung von Zsuzsanna Eröss-Pilz und der pädagogischen Mitarbeiterin Sabine Kofler sind rund 30 freiwillige Lernhelfer*innen und fünf Praktikant*innen im Einsatz, um den Schulstoff in verschiedenen Fächern auf abwechslungsreiche Weise in Kleingruppen zu üben und zu festigen. Elfriede Urank (70) engagiert sich seit Bestehen als freiwillige Lernhelferin in der Einrichtung, in der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund betreut werden. „Das Schönste sind die gemeinsamen Erfolge und der kulturelle Austausch. Die Schüler*innen nehmen das Angebot dankbar an, schenken mir viel Freude und ich bleibe mit der Jugend in Kontakt“, erzählt die ehemalige Lehrerin, die das gemeinschaftliche Wirken im Lerncafé schätzt.

Alle 25 Lernwilligen, die im vergangenen Schuljahr das Lerncafé Siebenhügel besucht haben, konnten die Schule auch positiv abschließen. Im Lerncafé werden durch respektvollen Umgang miteinander und in einem Klima der Wertschätzung soziale Kompetenzen weiterentwickelt und die Persönlichkeit gefördert. Auch für Verpflegung und körperlichen Ausgleich nach dem Unterricht wird gesorgt. Die Kinder und Jugendlichen bekommen eine gesunde Jause und es gibt, wenn die Pandemie es zulässt, ein Freizeitprogramm, damit der Spaß nicht zu kurz kommt. Lernhelferin Urank engagiert sich mit Begeisterung und aus Überzeugung für das Lerncafé: „Wir geben den Kindern die Chance, unter Anleitung ihre Lernerfolge zu verbessern und zu steuern. Wir begleiten sie auf Augenhöhe und schätzen ihre kulturelle Herkunft und Vielfalt.“