Große und kleine Hilfsaktionen für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine und das Leid der Menschen gehen uns allen sehr nahe. Viele Schulen, Kinderbildungseinrichtungen und weitere Organisationen wurden initiativ, schöpften Werke, verkauften diese zugunsten unserer Ukraine-Hilfe oder spendeten für denselben Zweck. Unser Direktor Ernst Sandriesser ist von der großen Solidarität der Menschen in Kärnten beeindruckt, dankt jeder*m Einzelner*n von ganzen Herzen für das großartige Engagement und verspricht: „Deine/Ihre Hilfe kommt bei den leidgeprüften Menschen an!“ Stand 16.05.2022

Wir bedanken uns bei (wie folgend als Beiträge gereiht):
  • klagenfurter ensemble
  • Mittelschule Ferlach
  • RG/ORG St. Ursula
  • Volksschule 22 Ponfeld
  • Volksschule Bleiburg/Pliberk
  • Praxismittelschule/BRG-BORG der Pädagogischen Hochschule Kärnten & Mittelschule St. Marein
  • Arbeiterkammer Kärnten
  • Musikmittelschule Wolfsberg & RZ Pellets

Ein Abend der Lichtgestalten und der Ukraine-Hilfe

Zehn wunderbare Künstler*innen, ein Ziel: größtmögliche Hilfe für die vom Ukraine-Krieg leidgeprüften Menschen. Der Benefizabend „The answer is LOVE“ des klagenfurter ensemble war ein feiner Kunstgenuss. Der Reinerlös in der Höhe von 2.620 Euro geht an unsere Ukraine-Hilfe. Wir danken aus ganzem Herzen.

Moderator Oliver Vollmann versprach dem Publikum in der ausverkauften theaterHalle11 des klagenfurter ensemble am Sonntag (15. Mai 2022) in Klagenfurt nicht zu viel: „Wir haben heute Lichtgestalten der Literatur und Musik auf der Bühne!“ Bevor die Schriftsteller*innen Anna Baar, Maja Haderlap und Josef Winkler mit eindrucksvollen Lesungen aus ihren Werken sowie die Musiker*innen Tonč Feinig, Stefan Gfrerrer, Markus Gruber, Oskar Haag, Primus Sitter und Nadine Zeintl mit ihrem leidenschaftlichen Spiel auf den Instrumenten beziehungsweise mit ihrem wunderbaren Gesang die 80 Besucher*innen in ihren Bann zogen, bat Vollmann um Spenden: Die Menschen aus und in der Ukraine bräuchten dringend Unterstützung und Hilfe. „Es kann nicht genug sein“, so Vollmann. Nils Grolitsch, Honorarkonsul der Ukraine in Kärnten, und Caritasdirektor Ernst Sandriesser unterstrichen das und erzählten vom Miteinander der ukrainischen Community und der Caritas, um den vom Krieg leidgeprüften Familien effizient, rasch und treffsicher helfen zu können. Grolitsch: „Wir haben eine Sammelstelle in der Messehalle 2 und versorgen mit Hilfe der Caritas die geflüchteten Ukrainer*innen, die in Kärnten sind, aber auch die Menschen in der Ukraine, die es dringend brauchen, mit Hilfsgütern.“

Großer Applaus für großartige Darbietungen

Galyna Pashynska – eine Rocksängerin aus der Ukraine – die vor dem Krieg mit ihrer Mama und ihrem Neffen nach Kärnten geflohen ist, aber ihre Schwestern mit deren Männern zurücklassen musste, präsentierte mit voller Stimme ein ukrainisches Volkslied. Das sorgte ebenso für großen Applaus wie Feinigs Burt Bacharachs Song „What the world needs now is love“. Schriftstellerin Haderlap bezog gesellschaftspolitisch Stellung und warnte: „Die Aufarbeitung eines Krieges zieht sich über Generationen und ist ein ziemlich schmerzvoller Prozess für alle Beteiligten.“ Grandios: Nadine Zeintls Medley „Valossn“, „Lucy in the sky“ und „I shield the moon“. Großartig auch der 16-Jährige Oskar Haag, der eigene Lieder sang, gegenwärtig als größtes Pop-Talent des Landes gilt und im neuen Film über Maria Lassnig ihren Malerkollegen und Liebhaber Arnulf Rainer verkörpert. Gänsehaut-Feeling dann, als alle Musiker*innen zum Abschluss den John Lennon-Song „Imagine“ intonierten – für viele Menschen der Friedenssong par excellence.

„Kein Sprint, ein Marathon“

Das klagenfurter ensemble mit Intendant Gerhard Lehner war mit Schriftstellerin Baar Initiator des wegen der Pandemie verschobenen Benefizabends. Alle Künstler*innen traten honorarfrei für den guten Zweck auf. Der Reinerlös aus dem Kartenverkauf und die Spenden gehen an unsere Ukraine-Hilfe. Insgesamt kamen 2.620 Euro zusammen. Unser Direktor Sandriesser ist allen Beteiligten von ganzem Herzen verbunden: „Tausend mal Danke stellvertretend für alle Menschen, die in Not und Leid sind, und unsere Hilfe brauchen. Es ist noch ein weiter Weg. Es ist kein Sprint, sondern ein Marathon, der uns bevorsteht.“

Ferlacher Mittelschüler*innen lassen Kraniche fliegen

© Mittelschule Ferlach

MS Ferlach faltete „Friedensvögel“ aus Papier und verschenkte sie gegen freiwillige Spenden. 1.300 Euro kamen so für unsere Ukraine-Hilfe der Caritas Kärnten zusammen. Unser Direktor Ernst Sandriesser dankt für das junge Engagement.

Der Kranich ist ein großer, eleganter Watvogel. Dank der fernöstlichen Kunst des Papierfaltens – Origami – wird er auch Vogel des Friedens genannt. Welch passendes Tier also für die Hilfsaktion der 2B-Klasse der Mittelschule Ferlach (MS Ferlach). Die Mädchen und Burschen sangen in der Musikstunde „Wir lassen die Kraniche fliegen“, ein Lied des deutschen Liedermachers Klaus W. Hoffmann. Zuvor befassten sie sich mit Projektleiterin und Musik-Lehrerin Monika Höggerl mit dem Krieg in der Ukraine, erzählten von ihren Gefühlen, Sorgen und Ängsten, um dann mit großem Eifer eine Vielzahl an Kranichen aus buntem Papier zu falten. Die Schülerinnen und Schüler schrieben Gedichte dazu und verschenkten die Vögel an Familienmitglieder, Lehrer*innen und Bekannte gegen freiwillige Spenden. „So hatten die Kinder das Gefühl, diesem irren Krieg nicht machtlos gegenüber zu stehen, sondern für die leidgeplagten Familien mit Kindern etwas zur Linderung der unmenschlichen Bedingungen beigetragen zu haben“, sagt Pädagogin Höggerl.

„Jeder Kranich hilft“

1.300 Euro kamen bei dieser schönen Hilfsaktion zusammen. – Geld, das die Schüler*innen gemeinsam mit Höggerl, Klassenvorstand Michael Perko und Schuldirektor Fritz Krainer an unseren Direktor Ernst Sandriesser für die Ukraine-Hilfe übergeben haben. Sandriesser dankte allen Beteiligten für das Engagement von ganzem Herzen: „Niemand ist zu jung, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Jeder Kranich, der von den Schüler*innen gefaltet wurde, jedes Gedicht, das von ihnen geschrieben wurde, hilft den geflüchteten Menschen. Wenn viele einen Beitrag leisten, entsteht Großes!“

Gymnasiast*innen als „Suppenkaiser*innen“

Die Jugendlichen der 6. Klasse des RG/ORG St. Ursula in Klagenfurt sammelten bei einer Suppenaktion 3.348,11 Euro für unsere Ukraine-Hilfe. Caritasdirektor Ernst Sandriesser dankt für das Engagement. 

Wie gut! Anders als der Suppenkaspar in der Struwwelpeter-Geschichte mögen die Schülerinnen und Schüler der 6A-Klasse des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Klagenfurt offensichtlich Suppe. Gleich acht Sorten – von der Kürbis- bis zur klassischen Gemüsesuppe – wurden vorgekocht und 200 Portionen dieser köstlichen Speisen mit Ostergebäck von den jugendlichen „Suppenkaiser*innen“ und Lehrer*innen am Donnerstag vor dem Palmsonntag auf dem Benediktinermarkt verkauft. Das Projekt wurde von Bernadette Krall, Carina Kanduth, Catharina Leopold, Jona Hofer und Elias Greinecker organisiert und mit ihnen von Mitschüler*innen umgesetzt. Auch Bürgermeister Christian Scheider war vor Ort und vom Engagement der jungen Leute beeindruckt. Diese machten bei den Vorbereitungen und am Marktstand nicht nur wertvolle Erfahrungen und hatten ihren Spaß, sondern konnten auch Spenden in der Höhe von 3.348,11 Euro für unsere Ukraine-Hilfe sammeln.

Eindrucksvolles Zeichen der Solidarität

Klassenvorstand Mario Klemen kann auf seine Schüler*innen stolz sein. Was sie angetrieben hat? Bernadette Krall sagt stellvertretend für ihre Mitschüler*innen: „In der Ukraine ist Krieg und herrscht Gewalt. Die Bilder, die uns aus dem Herzen Europas erreichen, sind schrecklich. Wir hatten das Bedürfnis, selbst etwas zu tun. Wenn mit den Spenden nur ein paar Menschen versorgt werden und es ihnen bessergeht, dann ist das gut.“ Unser Direktor Ernst Sandriesser dankt Bernadette Krall und ihren Mitschüler*innen für das Engagement. „Niemand ist zu jung, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Wenn viele einen Beitrag leisten, entsteht Großes!“

Haikus und Tauben als Botschafter*innen des Friedens

Auf den Fenstern der Volksschule 22 Ponfeld in Klagenfurt „fliegen“ weithin sichtbar hübsche, weiße Tauben. Sie sind ebenso Botschafterinnen des Friedens wie die Haikus, die kurzen japanischen Gedichte, die die Kinder liebevoll zu Papier gebracht haben. Da hat ein*e Schüler*in etwa geschrieben „Frieden ist leise, im Herzen, wir helfen uns, wir sind glücklich.“ Und Elisabeth Matschke, die Leiterin der Volksschule 22 Ponfeld, hat der schönen Hilfsaktion ein Zitat des französischen Schriftstellers Albert Camus vorangestellt: „Frieden ist der einzige Kampf, den es sich zu führen lohnt.“ Die Lehrerschaft besprach mit den Schüler*innen der dritten und vierten Klasse, wie wichtig es ist, Frieden schon in der kleinsten Zelle zu erhalten und zu pflegen. Gemeinsam wurden Gedanken dazu in kleine „Elfchen-Gedichte“ verpackt. Die Gedichte und gebastelten Friedenstauben erbrachten 700 Euro Unterstützung für die Ukraine-Hilfe und wurden an uns, die Caritas, überwiesen.  

Freundschaftsbänder in den Farben der Ukraine

Die Wollreste sponserten die Eltern oder Großeltern: Und dann ging es für die Schüler*innen und Lehrer*innen der Volksschule Bleiburg/Pliberk ans Knüpfen. Direktorin Mateja Mesner sagt: „Dieser schreckliche Krieg in der Ukraine und somit im Herzen Europas verursacht viel Leid. Wir wollten den Opfern des Krieges ein wenig helfen. Als Zeichen der Menschlichkeit knüpften wir in vielen Stunden in der Schule, aber auch daheim mehrere hundert Freundschaftsbänder in den Farben der ukrainischen Flagge.“

Diese gaben die Schüler*innen an die Eltern, Großeltern, Verwandte und Freund*innen mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung weiter. Die Volksschule Bleiburg konnte bei dieser erfreulichen Aktion 2750 Euro einnehmen. Das Spendengeld wurde am 8. April 2022 an unseren Direktor Ernst Sandriesser übergeben.

„EI/PIRH & ART“ bringt Hilfe/prinaša pomoč

Von links nach rechts: Susanne Krachler BEd MA, Manuela Kaltschmidt BEd MA, Mag. Allmayer, Ernst Sandrieser, Mag. Margit Ortner-Wiesinger, Karin Rafalt, SR Isabella M. Janesch, Dr. Birgit Leitner.

Susanne Krachler unterrichtet am Verbundmodell Praxismittelschule/BRG-BORG der Pädagogischen Hochschule Kärnten Religion. Manuela Kaltschmidt ist Religionslehrerin an der Mittelschule St. Marein bei Wolfsberg. Gemeinsam hatten sie die Idee, mit Schüler*innen ein besonderes Projekt durchzuführen. Motto: „EI/PIRH & ART bringt Hilfe/prinaša pomoč“. Die Mädchen und Burschen der beiden Schulen gestalteten mehr als 800 Eier aus Holz und unterstützen mit dem Verkauf derselben im privaten Umfeld junge, in Not geratene Menschen. Schon bald begeisterten sich auch 35 Künstler*innen für die Idee, indem sie ebenso auf Holzrohlingen Ostereier künstlerisch gestaltet haben. Bei dieser wunderbaren Aktion kamen auch Dank Unterstützung von Sponsor*innen aus der Wirtschaft insgesamt 27.400 Euro zusammen. 5.000 Euro wurden unserem Direktor Ernst Sandriesser für unsere Ukraine-Hilfe überreicht. Die Projektinitiatorinnen Krachler und Kaltschmidt sagen: „Wir freuen uns über den großen Erfolg und die Hilfsbereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler sowie aller Unterstützerinnen und Unterstützer!“

Spende für Kinder, die der Zukunft beraubt werden

Die Arbeiterkammer Kärnten steht ihren Mitgliedern mit Rat, Tipps und rascher Hilfe zur Seite. Deren Präsident Günther Goach und Direktorin Susanne Kißlinger stellten sich bei Caritas – Direktor Ernst Sandriesser – und Diakonie – Rektor Hubert Stotter –  mit einer Spende von je 5.000 Euro für die Ukraine-Hilfe ein. Goach begründet das so: „Jede Spende leistet einen Beitrag zur Linderung der Not der Menschen beziehungsweise der Kinder, die gerade ihrer Zukunft beraubt werde. Die Menschen in der Ukraine brauchen jetzt unsere Hilfe. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die AK die Menschen in dieser Situation unterstützt.“  

Selbstgebackene Krapfen und ein Popsong für den Frieden

Ganslhautmoment an der Musikmittelschule Wolfsberg, als der große Chor der Schülerinnen und Schüler im Schulhof „Imagine“ von John Lennon zum Besten gab: Der legendäre Popsong, der als Hymne für die Friedensbewegung gilt, bildete den Schlusspunkt einer gelungenen Hilfsaktion an der MMS, die von Direktorin Monika Brenner geleitet wird.  Im Zuge dessen ergriff Schüler Johannes Spök eigenständig die Initiative: Er verkaufte seine selbstgebackenen Krapfen an Mitarbeiter*innen der Stadtgemeinde Wolfsberg und konnte so

360,30 Euro für die Ukraine-Hilfe der Caritas sammeln. Engagiert haben sich auch die übrigen Schülerinnen und Schüler. Sie sammelten 2.100 Euro an Spenden, die das Unternehmen RZ Pellets auf einen Betrag von 5.000 Euro erhöhte. Geholfen wird damit den Menschen, die im Ukraine-Krieg unvorstellbares Leid erfahren (haben).